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Facebook ist heute weitaus mehr als eine Plattform, um soziale Kontakte zu pflegen. Das klar zu den am häufigsten genutzten sozialen Netzwerken zählende Online Portal bietet mittlerweile eine sehr vielfältige Bandbreite an Funktionen, die täglich von Millionen von Usern verwendet werden. Neben der Vernetzung mit anderen Personen und der Möglichkeit, auf seinem Profil diverse Inhalte wie Fotos, Videos oder Textbeiträge zu teilen, hat sich Facebook vor allem auch für Unternehmen stark etabliert, um beispielsweise die Bekanntheit einer Marke o.Ä. zu steigern. Neben gezielt geschalteten Werbeanzeigen können unternehmenseigene Seiten erstellt werden, die schließlich vom User mit einem „Gefällt mir“ markiert werden können. Als Konsequenz erscheinen dem Facebook-Nutzer in Zukunft die von der Seite veröffentlichten Beiträge in seinem Newsfeed, was einer Marke oder einem Unternehmen folglich mehr Gehör verschafft. Dass Facebook mittlerweile weitaus mehr als die bloße Vernetzung von Kontakten und das Teilen bestimmter Lebensereignisse auf der eigenen Timeline umfasst, steht außer Frage. Doch Facebook-Chef Marc Zuckerberg kündigte für das Jahr 2018 eine interessante Änderung an, die sich auf die zukünftig in unserem Newsfeed angezeigten Beiträge entscheidend auswirken könnte.

 

Lokale Posts in den Vordergrund, sensationsheischende Inhalte und Unternehmen in den Hintergrund

Grundsätzlich habe sich Facebook vorgenommen, die Reichweite von Unternehmen stark einzuschränken, sodass die ursprüngliche Idee der Plattform, die Vernetzung sozialer Kontakte, wieder mehr im Fokus stünde. Da uns in der Vergangenheit auch immer wieder das Thema rund um Fake News beschäftigte, kündigte Zuckerberg ebenfalls in diesem Zusammenhang an, vertrauenswürdige Publisher identifizieren zu wollen, um Falschnachrichten vorzubeugen. Der Facebook-Gründer geht jedoch noch einen Schritt weiter:

 

„Starting today, we’re going to show more stories from news sources in your local town or city. If you follow a local publisher or if someone shares a local story, it may show up higher in News Feed.“

 

Lokalen Beiträgen soll demnach in Zukunft mehr Gewichtung geschenkt werden. Hinsichtlich der technischen Umsetzung lässt sich die Geolocation eines Beitrags als ausschlaggebender Faktor herausstellen. Wie groß der Nutzer/ die Seite ist, der/ die den Beitrag veröffentlicht, spiele dabei keine Rolle, wie Alex Hardiman (Head of News Product) und Campbell Brown (Head of News Partnerships) im Facebook Newsroom erklären:

 

„We identify local publishers as those whose links are clicked on by readers in a tight geographic area. If a story is from a publisher in your area, and you either follow the publisher’s Page or your friend shares a story from that outlet, it might show up higher in News Feed.“

 

Die Änderungen sollen zunächst in den USA, im Laufe des Jahres jedoch ebenfalls in anderen Ländern realisiert werden. Es sollte allerdings jedem klar sein, dass Werbung nach wie vor die zentrale Einnahmequelle des Internetriesen bildet. Bleibt also abzuwarten, ob und wie sich die angekündigten Neuerungen in Zukunft tatsächlich bemerkbar machen werden und ob das soziale Netzwerk tatsächlich bald wieder primär als solches fungieren und den Fokus verstärkt auf die Community legen wird.