Pinterest-Marketing für Unternehmen

Pinterest gilt weltweit, hauptsächlich bei Frauen, als das neue Google.
Die amerikanische Suchmaschine gehört der Social Media Front an und wurde besonders in den letzten Jahren immer beliebter.

Pinterest ist nicht nur für Privatnutzer nützlich , sondern kann auch bei kleineren und mittelständigen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Ein digitales Fotobuch

Mit monatlich 250 Millionen aktiven Nutzern und 175 Milliarden Posts, bietet Pinterest so ziemlich alles was, das Herz begehrt. Von Rezepten bis hin zu selbstgemachten Starbucks-Drinks, dem perfekten Hochzeitsgeschenk, dem DIY-Kräutergarten, Social-Media-Planern und dem 10min-Homeworkout – Pinterest spuckt zu jedem Suchwort ein passendes Ergebnis aus.

Pinterest ist nichts anderes als ein digitales Fotobuch, zu dem jeder Nutzer einen kleinen Teil beiträgt. Die nicht endende Inspirationsquelle wird als Sammlung von sogenannten Boards – also Pinnwänden – verwendet, auf denen dann beliebige Beiträge gemerkt bzw. gepinnt werden können. Diese Pins können sowohl selbst erstellte Beiträge, als auch Posts von anderen Nutzern sein.

Pinterest vs. Instagram

Was unterscheidet Pinterest von dem Konkurrent Instagram?
Der entscheidenen Unterscheid liegt im Verlinken der Website, des Produktes bzw. des Artikels.

Während bei Instagram Links lediglich in die Biografie oder in eine sogenannte Story gesetzt werden können, ist der Link bei Pinterest direkt auf den Bildern verknüpft.

Dies ist nicht nur äußerst praktisch für den User, sondern generiert auch mehr Reichweite für den Besitzer der Seite bzw. des Contents.
Hat man nun ein Bild eines Burgers gefunden, so ist der Link (also die Website) des dazugehörigen Beitrags, direkt auf dem Bild hinterlegt.
Durch einfaches Klicken kommt der User nun durch ein Pop Up Fenster direkt zur hinterlegten Seite.

Exponentielles Wachstum bei richtiger Verwendung

Dank einer künstlichen integrierten Intelligenz spuckt Pinterest nicht nur auf Anfrage bestimmte Suchergebnisse aus, sondern schlägt dem Nutzer auch passende ähnlich genutzt Inhalte vor.

Diese Funktion ist nicht nur gut für den User, sondern auch für das Unternehmen. Je mehr Inhalte eines bestimmten Unternehmens oder einer Kategorie gepinnt werden – desto häufiger werden sie in Zukunft vorgeschlagen. Somit erhöht sich nicht nur die Chance, dass der Beitrag zu einem Top-Trefffer wird, sondern er wird auch anderen Nutzern vorgeschlagen.

Außerdem: Je mehr man pinnt, desto höher die Chance, einen Repin zu erhalten und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Ziel eines jeden Nutzers auf unternehmerischer Ebene, ist es von Monat zu Monat mehr Seitenaufrufe zu generieren.

Wir zeigen euch 4 Tipps, wie das am besten funktioniert:

  1. Ein sauberes Profil: Es ist wichtig, einen gepflegten Account zu haben. Pinnwände sollten sinnvoll erstellt und beschriftet werden. Die Infobox sollte mit einem kurzen, aber informativem Text gefüllt werden und bestenfalls sollte eure Domain auf Pinterest verifiziert werden. Je „sauberer“ der Account ist, desto mehr traut Pinterest auch seiner Qualität.
  2. Die Qualität des Contents: Bilder sollten bestenfalls mit einer guten Auflösung im Hochformat gepostet werden. Eine passende, informative Überschrift und eine kurze Bildbeschreibung dürfen ebenfalls nicht fehlen. Aktualität und Beliebtheit sind hierbei der Key zu gutem Content. Idealerweise sollten Bilder gepostet werden, die auch noch nach Wochen und Monaten ansprechend und interessant sind. Ziel ist es außerdem, einen starken Wiedererkennungswert aufzubauen. Dies ordnet nicht nur euren Account, sondern baut auch eine Verbindung vom potenziellen Nutzer zu dem eigenen Unternehmen auf – zusätzliche, in Bilder integrierte Texte oder ähnliche Bildbearbeitungen steigern angesprochenen Wiedererkennungswert enorm.
  3. Fleißig Pinnen! Um am schnellsten an Aufmerksamkeit zu gewinnen, sollten nicht nur eigene Posts erstellt werden, sondern auch andere Bilder gemerkt und gepinnt werden. Nur so durchbricht man den Pinterest-Algorithmus und gewinnt nach einiger Zeit an Reichweite.
  4. Keywords verwenden: Genau wie bei Google und Co. ist SEO unverzichtbar. Am besten wählt ihr Keywords und Keyword Kombinationen, die eure Produkte und Dienstleistungen beschreiben und umschreiben. Auch Synonyme sollten in euren Pins zu finden sein. Achtet dabei darauf, die Beiträge nicht mit Keywords „vollzustopfen“, sondern sie natürlich und in ganzen Sätzen einfließen zu lassen. Wichtig ist auch, dass sich die gleichen Keywords in eurem Website Content wiederfinden.

Continuity & Content are KEY

Um durch die Suchmaschine seine Interaktionen und die Bekanntheit in die Höhe zu treiben, gilt die Regel: CONTENT IS KING. Je mehr man agiert, desto höher ist die Interaktion der Nutzer.

Pinterest ist der Ort für ständige Interaktion. Bestenfalls könnte man pausenlos Beiträge pinnen und seine Pinnwände mit unendlich viel sinnvollem und relevanten Content füllen.
Alles, was den eigenen Beiträgen oder Interessen nahe kommt, sollte festgehalten werden.
So auch für Unternehmen – es macht Sinn, nicht nur die eigenen Produkte zu posten, sondern auch ähnliche Produkte anderer Firmen zu pinnen.
Unternehmen des selben Genres teilen sich potenzielle Kunden und damit einen einzigen Markt.

Vereinfacht bedeutet das: Wenn eine Firma den Inhalt eines Konkurrenten pinnt, so wird dies bei den Kunden des Konkurrenten sichtbar und die eigene Firma taucht in den vorgschlagenen Pins vor.

Zusammengefasst bietet Pinterest besonders für Unternehmen und Blogger die Chance, in Kontakt mit Zielgruppen und potenziellen Lesern zu kommen.
Allerdings muss das Profil sauber und kontinuierlich gepflegt werden – denn etwas schlimmeres für ein Unternehmen, als einen vernachlässigten Social-Media-Account, gibt es heutzutage nicht mehr.

Wie Content Marketing die Werbebranche verändert hat

Mit ansprechenden, hochwertigen Inhalten potenzielle Kunden vom eigenen Unternehmen überzeugen – diese Herangehensweise ist nicht neu. Doch so richtig entfaltete das sogenannte Content Marketing seine Möglichkeiten erst in Zeiten der Digitalisierung. Heute erklären wir, wie sich unser Kaufverhalten verändert hat und die Werbeindustrie nachhaltig beeinflusst.

Der Nutzer bestimmt, welche Informationen er braucht

Wer kennt es nicht – das Smartphone ist immer dabei. Als treuster Begleiter sind die digitalen Alleskönner inzwischen so stark in unseren Alltag integriert, dass es sich negativ auf uns auswirkt, sollten wir sie einmal zuhause vergessen oder gar verloren haben. Wir sind ständig online und dabei einer riesigen Informationsflut ausgesetzt. Die Informationen, die wir wirklich brauchen, picken wir uns dabei jedoch selbst heraus.

Ob Nachrichten, Interessen oder Shopping: wir suchen nach Informationen, die für uns von Relevanz sind. Dies wird besonders deutlich, wenn wir unser Kaufverhalten näher betrachten. Produktinformationen, Erfahrungsberichte und Testvideos – vor der Anschaffung eines kostspieligen Produkts helfen uns solche Inhalte bei der Kaufentscheidung.

Während man vor 20 Jahren noch von TV- und Printwerbung „berieselt“ wurde und auf diese Weise überhaupt erst erfahren hat, welche Produkte und Dienstleistungen es da draußen gibt, hat sich das Consumer-Verhalten durch digitale Prozesse drastisch verändert. Zwar sind klassische Werbeformate weiterhin erfolgversprechend, doch die Wirkung von Fernsehwerbung nimmt besonders in Zeiten von Video-on-Demand-Diensten, die ohne Werbeeinblendungen auskommen, langsam ab.

Content Marketing – was ist das überhaupt?

Infolgedessen führt das veränderte Kaufverhalten dazu, dass immer wieder neue Werbeformate entstehen. Das Stichwort lautet hier Content Marketing. Zwar ist diese Art der Werbung so alt wie die Werbeindustrie selbst, doch erst seit den letzten 20 Jahren hat sie sich zu einer ganzheitlichen Strategie entwickelt. Ziel des Content Marketings ist es, (potenziellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten und ihnen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen.

Dreh- und Angelpunkt einer Content Marketing Strategie ist dabei die eigene Website. Ein Unternehmen ohne professionellen Webauftritt hat heutzutage kaum noch Chancen, von potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden. Denn die Website ist das Aushängeschild des Unternehmens und gleichzeitig der Ort, an dem Kontaktaufnahmen und eventuell Transaktionen stattfinden. Zu einer guten Website gehört außerdem eine wohl überlegte SEO-Strategie, damit die Seite im Suchmaschinenranking weit oben gelistet wird.

Wo werden welche Inhalte veröffentlicht?

Bei der Content Creation sind den Formaten keine Grenzen gesetzt. Inzwischen haben sich Folgende als sehr erfolgversprechend durchgesetzt:

Blogbeiträge:

Informative Textinhalte lassen sich am besten in einem Blogbeitrag verpacken. Dabei sollte man sich nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang halten. Um den Text etwas aufzulockern, eignen sich grafische Elemente.

 

Videos:

Anleitungen, Produktinformationen oder Rezepte – für all dies empfiehlt sich das Videoformat. Videos sollten nicht zu lang sein und wichtige Informationen visuell ansprechend verpacken.

 

Case Studies:

Mit einer Fallstudie zeigt ein Unternehmen, warum das angebotene Produkt oder die Dienstleistung die optimale Lösung zu einem Problem ist. Dies ist also ein gutes Medium, um Kompetenz zu beweisen.

 

E-Books:

Um weitere Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten, beispielsweise ergänzend zu einem Blogbeitrag oder einem Video, bieten sich vertiefende E-Books an.

 

 

Experten-Interviews:

Um eventuelle Fragen zu einem Produkt oder zu einer Dienstleistung im Voraus zu klären, oder um Professionalität auszudrücken, eignen sich Experten-Interviews. Diese können als Text oder Video präsentiert werden.

 

Testimonials:

Positive Kundenmeinungen und Erfahrungsberichte haben einen direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung, da sie wie eine Kaufempfehlung wirken.

 

 

Die generierten Inhalte können dann auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht und geteilt werden. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man Content nicht für bestimmte Kanäle erstellt, sondern in erster Hinsicht für die (potenziellen) Kunden. Deshalb gilt als Regel für die Content Creation: Zuerst werden Themen entwickelt, dann das Format bestimmt und zu guter Letzt der Kanal ausgewählt. Dies sind die wichtigsten Kanäle des Content Marketings:

  • Website
  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Linkedin etc.)
  • Unternehmensblog

Content Marketing funktioniert nur mit einer guten Strategie

Wie jeder anderer Marketingansatz lebt auch Content Marketing von einer ganzheitlichen Strategie. Diese entscheidet über den Erfolg der Methode. Dazu müssen Ziele definiert, ein Zeitplan erstellt, die Zielgruppe bestimmt und Web-Controlling implementiert werden. Das Wichtigste ist, alles auf die Zielgruppe abzustimmen – denn es geht in erster Linie um den Kunden.

Welche Auswirkungen die DSGVO auf die Werbebranche hat

Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft und bringt wichtige Neuerungen bezüglich des Datenschutzes mit sich. Vor allem in der Werbe- und Marketingbranche gibt es daher Regelungen, die unbedingt beachtet werden müssen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Warum wird die DSGVO eingeführt?

Bislang war es so, dass jedes EU-Land eigene Verordnungen und Richtlinien zum Thema Datenschutz hatte. Um den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes zu gewährleisten, wurde 2016 beschlossen, eine einheitliche, EU-weite Datenschutzverordnung einzuführen.

 

Was besagt die DSGVO?

Primär geht es in der Datenschutz Grundverordnung (engl. General Data Protection Regulation) um personenbezogene Daten. Das sind unter anderem:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • E-Mail Adresse
  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Cookies

DatenkontrolleWurde dem Sammeln dieser Daten bisher automatisch durch die Nutzung einer Website zugestimmt, so ist ab dem 25. Mai jedoch die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers notwendig. Dies muss mit einem Opt-In Verfahren geschehen – besser noch: mit einem Double Opt-In Verfahren.

Außerdem hat mit der Einführung der DSGVO jeder Nutzer das Recht auf Vergessenwerden und kann die vollständige Löschung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, die von einem Unternehmen gesammelt wurden, verlangen. Zudem kann der Nutzer in Zukunft jederzeit eine Datenauskunft verlangen, diese hat zeitnah zu erfolgen.

 

Was bedeutet das fürs Marketing?

Für die Werbe- und Marketingbranche gilt nun, wichtige Änderungen vorzunehmen. Doch gerade was das angeht, wissen viele Unternehmen gar nicht so recht, was die DSGVO für sie bedeutet: Laut einer aktuellen Studie des Eco-Verbandes sehen sich lediglich 13% der befragten Unternehmen rechtlich auf der sicheren Seite, was die DSGVO angeht.

UnsubscribeVor allem im Bereich E-Mail Marketing und Lead Generierung spielt die Verordnung eine große Rolle. Hier dürfen Unternehmen in Zukunft nur noch Daten sammeln, die für die erbrachte Dienstleistung von Relevanz sind. Nicht nur Double Opt-In ist hier gefragt, sondern auch die Bereitstellung eines verbindlichen Opt-Out Interface, um dem Nutzer eine einfache Möglichkeit der Löschung zu garantieren. Im Prinzip müssen also alle Eingabemasken für Nutzerdaten überarbeitet werden. Zudem müssen Unternehmen sicherstellen, dass alle Daten protokolliert und zentral gespeichert werden, und auch nachweislich wieder gelöscht werden können.

 

So profitiert die Werbebranche von der DSGVO

Das klingt jetzt alles erst durchaus nach einer großen Herausforderung. Doch wenn man einmal genauer überlegt, bringt die Verordnung auch einige Vorteile. Die Verwendung personenbezogener Daten für Werbezwecke war in Deutschland bislang fast vollständig untersagt. Durch die DSGVO ist dies nun möglich, wenn auch nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers.

Durch die Datenschutz Grundverordnung wird das Datensammeln fairer und Kunden haben auf diese Weise mehr Vertrauen in Unternehmen. Dementsprechend sind Verbraucher auch eher bereit, personenbezogene Daten mit Unternehmen zu teilen. So können sie selber steuern, welche Daten genau sie teilen möchten. Im Endeffekt erfährt ein Unternehmen so viel mehr über die Interessen und Anforderungen ihrer (potenziellen) Kunden und kann viel besser darauf reagieren. Marketingkonzepte werden dadurch also passgenauer. Und die Wettbewerbsvorteile, die sich daraus ergeben, führen zu mehr Erfolg.

Bye-bye „Partner Categories“ – Facebook beendet Zusammenarbeit mit Datenhändlern

Die Frage des Datenschutzes beschäftigt Facebook-User schon lange. In den letzten Wochen gab es dann erneut einen Riesen-Skandal: das britische Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica soll illegal Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern gesammelt haben und durch personalisierte Werbeanzeigen eventuell sogar die US-Präsidentschaftswahl manipuliert haben. Wie sehr soziale Medien unser Leben beeinflussen können, wurde dadurch erneut deutlich.

Personalisiertes Marketing – oder: Was Facebook mit unseren Daten macht

Nun reagiert Facebook mit einer beachtlichen Konsequenz. Im offiziellen Facebook Newsroom verkündete das Unternehmen vor einigen Tagen, dass es die Zusammenarbeit mit sogenannten Partner Categories beende. Dabei handelt es sich um externe Datenanbieter, die ihre Daten Werbetreibenden auf Facebook zur Verfügung stellen. Die Beendigung dieser Zusammenarbeit soll sich über die nächsten sechs Monate ziehen.

Partner Categories – Eine Goldgrube für Marketer

SmartphoneBislang profitierten Werbetreibende von den Partner Categories, wenn es um personalisierte Werbung ging. Nicht nur demografische Daten wie der Wohnort, das Alter und das Geschlecht standen so zur Verfügung, sondern auch Indikatoren für folgende Nutzerdaten:

  • Hobbies
  • Interessen
  • politische Einstellungen
  • Kaufverhalten
  • Kreditinformationen

So konnte man bisher ganz einfach festlegen, dass eine Werbekampagne eine bestimmte Zielgruppe erreichen soll. Doch genau dies soll sich jetzt ändern. Zukünftig können Werbetreibende bei Facebook nur noch auf die von Facebook selbst gesammelten Daten zurückgreifen. Wer also bei Facebook kaum Angaben über sich selbst macht und wenigen Seiten ein „Gefällt mir“ verpasst, kriegt demnach auch weniger personalisierte Werbung.

Was bedeutet das Ende der Partner Categories für Werbetreibende?

Diese Reaktion von Facebook auf den Cambridge Analytica Skandal ist ein geschickter Schritt in Zeiten einer immer wachsenden Unsicherheit und Angst der User um ihre eigenen Daten. Das bedeutet vor allem eines: Profit für das soziale Netzwerk. Damit positioniert sich Facebook als ein Unternehmen, das um die Datensicherheit seiner Kunden besorgt ist – und setzt zugleich andere soziale Netzwerke unter Druck, denselben Schritt zu gehen.

Doch anders als für die Datenhändler ändert sich für Werbetreibende nicht viel. Denn personalisierte Werbung ist weiterhin möglich und bleibt ein großes Thema. Facebook erstellt nach wie vor Nutzerprofile anhand „geliketer“ Seiten und ermöglicht Werbetreibenden so auch in Zukunft, die passende Zielgruppe zu erreichen.

Jedoch regt der erneute Datenskandal zum Nachdenken an. Es bleibt offen, ob Facebooknutzer sich in Zukunft vielleicht zweimal überlegen, welche Daten sie in dem sozialen Netzwerk teilen.

Unser Neuzugang: Der Raspberry Pi 3 Model B

Als Agentur für Zukunftskommunikation sind wir selbstverständlich immer auf der Suche nach interessanten Entwicklungen in der Digitalen Transformation: Von Trends im Industriemaßstab wie Containerisierung und Industrie 4.0 über die ungebremste Kreativität der Entwickler beim Ertüfteln revolutionärer, genialer App-Ideen bis zu Smart Home und dem Internet of Things haben wir überall unsere Augen, wo Innovation geschieht.

Seit Längerem verfolgen wir dementsprechend schon die Maker-Szene, die in den vergangenen Jahren die Konstruktion von mehr oder minder nützlichen Gadgets zum Hobby erhob und in deren Magazinen jüngere Entwicklungen wie 3D-Drucker und das Internet of Things eine wahre Welle der Kreativität freigesetzt haben. Immer wieder überrascht die Szene sich selbst mit faszinierenden & überraschenden Anwendungen, Materialien und Prozessen und profitiert dabei besonders davon, dass Rechenleistung, Sensoren und Netzwerkfunktionen kontinuierlich günstiger und immer kompakter werden. So war es dann für uns Beobachter der Makerspace-Szene auch kaum zu übersehen, welch ein riesiges Kreativitätspotenzial durch eine kaum 13 x 8 x 4 cm kleine Neuheit freigesetzt wurde, nämlich den sogenannten Raspberry Pi.

 

So entstand der Raspberry Pi

Mitte der 2000er erdachte sich der britische Universitätsmitarbeiter und Doktor der Informatik Eben Upton, von der Enttäuschung über die abnehmenden Programmierkenntnisse seiner Erstsemester getrieben, einen ersten Prototypen eines günstigen, robusten und platzsparenden Minimal-Computers, der dem Experimentierwillen des Nachwuchses ohne zu große finanzielle und technische Hürden gerecht werden sollte. Das Crowdfunding für die ersten 1000 Platinen war innerhalb weniger Tage weit über das ursprüngliche Ziel hinausgeschossen und stellt heute den historischen Grundstein für die Raspberry Pi Foundation dar, die die Idee des Raspberry Pi und seine Weiterentwicklung vertritt.

Mittlerweile sind die jährlichen Verkaufszahlen auf über 10 Millionen angestiegen und es finden sich täglich neue Verwendungszwecke. Von personalisierten GameBoy-Nachbauten über alleskönnende Handheld-Konsolen, Medienserver für den Heimbetrieb, Persönlichen Assistenten, Digitalen Anzeigetafeln für Veranstaltungen und Kongresse, embedded systems & IoT bis zu Wetterballons sind die Anwendungsbereiche des kleinen Rechners bereits erschlossen, doch finden sich laufend weitere Ideen und dank der fortschreitenden Weiterentwicklung des Geräts, weiteren Anschlussmöglichkeiten und einer wachsenden Softwarebibliothek scheint diese Entwicklung bis auf Weiteres nicht zum Stehen zu kommen.

 

Raspberry Pi überzeugt in der Praxis

So mussten wir den kleinen Racker nun auch endlich einmal in die Finger bekommen: Der Raspberry Pi 3 Model B bringt auf einem Grundriss, der einer Zigarrettenschachtel nicht unähnlich ist, einen Prozessor mit etwa 700 MHz sowie eine beeindruckende Menge von Anschlüssen mit. Das Zubehör in Form eines schmückenden und schützenden Gehäuses und ein passendes Netzteil sind günstig, aber – ganz im Sinne einer offenen Plattform – nicht einfach im Lieferumfang inbegriffen. Anfänger lassen sich auch eine mit dem Installationsprogramm NOOBS präparierte SD-Karte mitliefern, mit der die einmalige Installation des Betriebssystems weiter vereinfacht werden kann. Von Kennern von Linux-Betriebssystemen und Leuten, die keine Angst vor Textterminals haben, ist der Installationsprozess aber nicht zu viel verlangt und so konnten wir, auch dank einer sehr schnellen SD-Karte, bereits 30 Minuten nach dem Unboxing den ersten erfolgreichen Boot-Prozess vermelden.

 

Das Lego für Computerbastler

Das Betriebssystem unserer Wahl, Raspbian, ist ein Derivat der auf Zuverlässigkeit, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit ausgerichteten Linux-Distribution Debian und fühlt sich dank der LXDE Desktopumgebung und der nicht zu unterschätzenden Rechenleistung des Raspberry Pi 3 Model B erst einmal an wie jedes andere klassische Betriebssystem. Entwicklungsumgebungen für Python, LibreOffice Bürosoftware und ein Chromium Webbrowser sind vorinstalliert und es kann eigentlich sofort losgehen, aber für die Verwendung als Bildquelle für eine Anzeigetafel in unserem Firmensitz braucht es noch etwas mehr Automatisierung – mit Linux‘ cronjobs sind automatische Abschalt-, Update- und Loggingzeiten schnell eingerichtet und Startup-Skripte zum automatisierten Starten aller benötigten Programme waren in wenigen Minuten vorbereitet.

Nicht vergessen: Alle Raspberry Pi kommen mit den gleichen Zugangsdaten aus der Fabrik – gerade bei einem Raspberry Pi mit WLAN-Funktionalität sollte dann keinesfalls vergessen werden, diesen Login zu ändern, denn mit den richtigen Vorkehrungen ist ein Raspberry Pi eben auch übers Netzwerk per SSH steuerbar. Natürlich unterscheiden sich diese Aspekte auch von Betriebssystem zu Betriebssystem – Raspbian ist nicht alternativlos, sondern erfreut sich reger Konkurrenz. Nicht zuletzt funktioniert die IoT-Version von Windows 10 auf dem Pi einwandfrei. Es gibt auch spezialisierte Betriebssysteme, z.B. für den Betrieb als Medienserver, sozusagen als NAS (Network Attached Storage) im Miniaturformat.

 

So lässt sich der Raspberry Pi smart einsetzen

Aber zurück zu unserem Kontext: Wir möchten den Raspberry Pi als eine frei individualisierbare Digital Signage-Lösung nutzen. Digital Signage, das meint: Digitale Anzeigetafeln, wie man sie wohl aus modernen Ladengeschäften kaum noch wegdenken mag: Sie zeigen Wegbeschreibungen, Lagepläne, Werbepräsentationen und vieles mehr – zentral steuerbar & programmierbar. In unserem Falle möchten wir aber nur einen einzigen Screen bespielen und dabei die volle kreative Freiheit ausleben können, ohne umfangreiche B2B Verträge mit entsprechenden Herstellern schließen zu müssen. Die damit meist einhergehenden Serverinfrastrukturen wären hier wohl nur unnötiger Ballast, die Beschränkung auf ein proprietäres Anzeigeprogramm würde unsere Kreativität nur unnötig bremsen und nicht zuletzt befreit uns der Raspberry Pi auch von allen Beschränkungen bei der Displaytechnik – der HDMI-Anschluss des Raspberry macht es uns hier ganz einfach. Anders als bei Digital Signage Lösungen greifen wir in diesem Fall auf nicht-Smarte, sozusagen „dumme“ Bildschirmen zurück, die ohne all die Kinderkrankheiten von Smart TV auskommen und uns dabei Zeit und Geld sparen.

Einmal in Betrieb genommen, tut der Raspberry Pi auf unserem Flur bisher einen tadellosen Dienst und ermöglicht uns, auf einem großen Bildschirm im Flur ausgewählte Elemente unserer Kanban Projektmanagement-Lösung darzustellen, abwechselnd mit handgepickten Visuals und Eindrücken von Projekten aus dem Hause SCHWIND‘. Schon jetzt mustert sich der Infoscreen zum neuen Mittelpunkt der Flurgespräche, nicht zuletzt aufgrund des Neuzugangs in der Form des kleinen grauen Kästchens.

Wie merkt man, wenn das Passwort nicht mehr ganz so geheim ist?

Heute möchten wir einmal über Passwortsicherheit reden und haben Ihnen dazu ein paar interessante Links mitgebracht, die Ihnen dabei helfen können, sich sicher im WWW zu bewegen. Am Ende des Artikels zeigen wir Ihnen auch, wie Sie in wenigen Sekunden überprüfen können, ob von Ihnen genutzte Dienste Hackerangriffen zum Opfer gefallen sind und sich Ihre alten Passwörter möglicherweise im freien Umlauf befinden…

Vielleicht haben Sie ja in den vergangenen zwei Wochen von Bill Burr gehört? Bill Burr war 2003 in entscheidender Position bei der Formulierung eines bis heute vielerorts beachteten Ratgebers zur Gestaltung von Passwortregeln. Wann immer Sie in den vergangenen Jahren in regelmäßigen Abständen gezwungen wurden, Ihr Passwort zu ändern – Hätten Sie nachgehakt, so hätte man Sie früher oder später wohl an Bill Burrs „NIST Special Publication 800-63. Appendix A“ verwiesen – das nun bald 15 Jahre alte Dokument, von dem Bill Burr, mittlerweile 72 Jahre alt, kürzlich in einem Interview sagte, dass er es „heute bereue“. Aber von vorn:

Passwörter sind nach wie vor der verbreitetste Schutz vor unbefugtem Zugriff Dritter auf unsere digitalen Erinnerungen, Kontakte und Leistungen. Und obwohl wir uns täglich per Passwort vor einem oder mehreren digitalen Diensten „ausweisen“ müssen, scheinen viele sich um die Sicherheit ihrer Online-Identitäten & Passwörter wenig zu sorgen. Dabei sollte sich jeder Nutzer einer Webseite im Sinne der Accountsicherheit jedoch fragen, wie viel Vertrauen in die einzelnen Dienstanbieter jeweils angebracht ist.

Anbieter von Web-Diensten können durch vertrauenswürdiges Hosting, die Verwendung von sicheren Webtechnologien wie zum Beispiel HTTPS, SSL oder TLS, sichere Passwortspeicherungsmethoden und kontinuierliche Weiterentwicklung auf dem Stand der Technik die Risiken eines Verlusts von Zugangsdaten minimieren, aber niemals ganz ausschließen. Ein solches Sicherungsniveau kann viele Hackerangriffe vereiteln, aber die Vielzahl echter Passwort-Datenbanken, die durch das World Wide Web gereicht werden, zeigt uns doch, dass kein System wirklich absolut sicher sein kann.

Angreifer, die es auf Ihre Kreditkartendaten abgesehen haben, müssen sich aber nicht den Kopf an der Firewall eines abgesicherten Amazon-Rechenzentrums zerbrechen, sondern gehen den Weg des geringsten Widerstandes – und der lautet heute mit erschreckender Wahrscheinlichkeit „password“, „123456“ oder „monkey“, um nur 3 der am häufigsten gewählten Passwörter zu nennen, wie sie die Seite passwordrandom.com auflistet, die etliche echte Datenbank-Leaks auswertet hat.*

Mit einer solchen gut sortierten Liste der häufigsten Passwörter sparen Angreifer beim sog. Cracken (automatisiertes Durchgehen der möglichen Passwörter) einiges an Zeit, und Zeit ist auch im Internet Geld. Wenn die häufigsten Passwörter also in Millisekunden geknackt sind, während die selteneren, womöglich gar einzigartigen Passphrasen auf Jahre hinaus geheim bleiben könnten, da sie nie in die kursierenden Passwortlisten aufgenommen oder durch zufälliges Erraten kompromittiert werden, sollten sich Nutzer von Passworten des Kalibers „Passwort12“ einmal tief in sich gehen.

Neben der Entscheidung, ob man einem Diensteanbieter nun das Vertrauen in die sichere Aufbewahrung der Login- und sonstigen Daten schenken möchte, kommt es also besonders auf die Wahl eines sicheren Passworts an. Die IT-Sicherheitsforscher von heute sind nun etwas weiter als die Truppe um Bill Burr: Wir wissen heute, dass von Nutzern eine regelmäßige Passwortänderung zu verlangen das Sicherheitsniveau unter Umständen sogar senkt, nämlich wenn Nutzer sich dem zugrundeliegenden Gedanken des Passwortwechsels verwehren und ein Passwort zum Beispiel nur von monkey2016 zu monkey2017 ändern. Übrigens: Variierende Zahlen am Ende eines „Stammpassworts“ sind „der älteste Trick im Geschäft“ und halten wohl kaum einen motivierten Angreifer fern. Ganz ebenso verhält es sich mit vermeintlich „unknackbar langen“ Passwörtern, die sich nur aus Wörtern zusammensetzen, die jedes für sich auch im Wörterbuch zu finden wären. Leider hat die IT-Sicherheitsforschung wohl keine endgültigen Lösungen, außer uns zu empfehlen, sich dem Ratespiel mit folgendem Trick soweit wie möglich entgegenzustellen:

Je schwieriger sich ein Passwort einprägen und aussprechen lässt, umso länger hält es stand gegen geschickt ausprobierende Hacker. Beide dieser Eigenschaften nämlich sind Anzeichen großer sogenannter „Entropie“.

Passwortsicherheit ist aber immer auch ein Kompromiss zwischen Benutzbarkeit (Einprägsamkeit, leichte Eingabe, kein langes Überlegen bei der Auswahl) und der tatsächlichen „Unknackbarkeit“. Denn ein System zum Schutz der User-Identität, das die User unpraktikabel finden und daher immer zu umgehen versuchen werden, ist doch nur in der Theorie sicher. Erinnern Sie sich noch an den britischen Fernsehsender, dessen nach allen Regeln der Passwortkonstruktions-Kunst festgelegtes Passwort auf einem an einen Monitor angeklebten Post-It im Hintergrund eines Fernseh-Interviews zu sehen war, als die Kameras das Bild in die ganze Welt sendeten? Auch die längsten Passwörter helfen also nicht, wenn man sie auf ein Post-It am Monitor schreiben muss.

Was lässt sich denn daraus lernen? Was ist der „Stand der Technik“ bei der Passwortwahl? Wie wählt man gezielt ein weder einprägsames noch aussprechbares Passwort, und wie, bitte, soll man sich das dann noch merken?

Wir können Entwarnung geben: Niemand muss sich nun für jede Seite ein eigenes 20-stelliges Passwort aus zufälligen Zeichen merken, wenn er oder sie die eigenen Benutzerdaten sicher wissen möchte:

Denn dafür gibt es Passwortmanager! Passwortmanager wie LastPass, 1Password oder pass können Ihre bestehenden Passwörter aufnehmen, sichere Passwörter generieren und in einer abgesicherten Datenbank lokal abspeichern. Wo man also bisher noch von Hand Passwörter eintippte, kann man nun eine einem Account zugeordnete Zeichenkette (Passwort) per Copy+Paste oder, noch leichter, per Browserplugin aus der Datenbank entnehmen und in ein Login-Feld einfügen bzw. einfügen lassen, ohne dass man sich je ein Passwort merken oder gar „erfinden“ musste. Vertrauenswürdige Passwortmanager wie die oben genannten sind zwar auch nicht frei von Softwarefehlern, aber sie ermöglichen aber doch ein Passwort-Niveau, das mit dem Gedächtnis vermutlich nicht zu erreichen wäre und das die „Cyberkriminellen“ von heute entscheidend bremsen kann.

Doch erst einmal genug der Passwort-Überlegungen. Man weiß also: Auch die besten Zugangsdaten sind nur so sicher wie die Datenbanken, die ihre Authentifizierung beim Diensteanbieter beaufsichtigen. Leider geschehen solche Datenbank-Leaks aber immer wieder, doch aus Angst vor Ansehensverlusten kommen Diensteanbieter der Pflicht, die Nutzer darüber zu benachrichtigen, nur selten nach. Es ist wohl zu befürchten, dass sich heute viele betroffene Nutzer mit Username-Passwort-Kombinationen schützen, die in dunkleren Ecken des Internets bereits öffentliche Information sind.

Doch wie behält man als Internetnutzer die etlichen Zugänge im Blick? Die Seite HaveIBeenPwned.com kann für Sie die meisten großen Daten-Leaks der Vergangenheit nach Ihrem Nutzernamen und E-Mail Adresse durchsuchen und Ihnen wichtige Hinweise darauf geben, wenn Ihre Zugangsdaten sich bereits im Umlauf befinden. Vielleicht lassen auch Sie sich lieber von diesem Dienst benachrichtigen als durch eine böse Überraschung beim LogIn!

Übrigens: Die Empfehlung, doch bitte niemals das selbe Passwort für verschiedene Webseiten zu verwenden, wird sich wohl leider nicht mehr als Irrtum entpuppen. Es versteht sich von selbst: Verwenden Sie niemals Generalpasswörter!

Alexa und Co.: Fluch und Segen zugleich?

„Das Internet der Dinge“ – die Vision der Vernetzung von physischen und virtuellen Gegenständen erscheint vor dem Hintergrund, dass uns Siri, Alexa und Co. heute schon bei zahlreichen Aufgaben unterstützen gar nicht mehr so weit entfernt. Viele Nutzer schätzen dabei die zahlreichen Vorteile der innovativen Technik. Allerdings geraten die intelligenten Geräte gleichzeitig immer wieder in die Kritik im Punkto Datenschutz, was natürlich alleine schon durch die Internetfähigkeit der Geräte begünstigt wird. Jedoch bangen nicht nur Datenschützer vor einem möglichen Kontrollverlust, wie die jüngste Studie des Rheingold Instituts zeigt. Und die Defizite beschränken sich bei weitem nicht auf einen möglichen Eingriff in die Privatsphäre. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 20 tiefenpsychologische Interviews mit Probanden im Alter zwischen 20 und 75 Jahren geführt und parallel dazu Erfahrungsberichte von Usern ausgewertet, um die Faszinationsfaktoren des Sprachassistenten Alexa zu ermitteln und aufzuzeigen, wie sich das Verhältnis zur Technik verwandelt.

 

Hier einmal die wesentlichen Ergebnisse der Studie des Marktforschungsinstitus im Überblick:

1. Alexa wertet das Ego auf! 
Mit Alexa demonstriert der Nutzer seine Zugehörigkeit zur Technik-Avantgarde.

2. Alexa verheißt wundersame Wunscherfüllungen. 
Auf Zuruf werden das Radioprogramm, die Wettervorhersage und die Einkäufe gesteuert. Die Nutzer erfahren eine neue Ära der digitalen Allmacht.

3. Alexa vermittelt Ur-Geborgenheit.
Auf Stimmen reagieren die Menschen bereits im Mutterleib. Damit schafft Alexa eine tiefe und stimmige Verbundenheit. „Immer ist jemand da, der zuhört und mit mir spricht.“ Vor allem für Singles vertreibt Alexa das Unglück der Stille. Dies führt jedoch mitunter auch zu einer Konkurrenz der Frauen zu Alexa.

4. Alexa ist die multiple Partnerin.
Unbewusst projizieren die Menschen viele Beziehungs-Sehnsüchte auf Alexa. Haustier, Nanny, Mutter, Freundin, Coach – als Frau für alle Fälle ist Alexa wie die bezaubernde Jeannie aus der gleichnamigen US-Fernsehserie.

5. Alexa schürt Angst vor Kontrollverlust.
Die Erfüllung geheimster Beziehungswünsche führt auch zu einer Angst vor Abhängigkeit und Hörigkeit.
„Amazon wird zur Datenkrake, die mich kategorisiert und alles von mir weiß.“

 

Skype bringt Bewerbungsfunktion für Programmierer!

Der ein oder andere mag es vielleicht schonmal erlebt haben: Man bewirbt sich um einen neuen Job und bekommt schließlich eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. – Oh, was ist das denn? Es wird um ein Bewerbungsgespräch via Skype eingeladen, weil sich der Chef im Ausland befindet. Dank Videotelefonie und Co. heute kein Problem mehr. Aber dem ist nicht genug. Denn zumindest für angehende Softwareentwickler bietet Skype ab jetzt eine ganz besondere Funktion: Einen Codeeditor zum Testen der Fähigkeiten. Unternehmen können also zukünftig die Fähigkeiten ihrer Bewerber aus der Ferne testen.

Und so funktioniert das Ganze: Zunächst wird ein Meeting zwischen Bewerber und Arbeitgeber eingeleitet. Ersterer kann sich entweder als Skype-Nutzer oder alternativ dazu als Gast anmelden. Dadurch benötigen Bewerber keine weiteren externen Tools oder Programme. Im Anschluss an die erfolgreiche Anmeldung sehen Nutzer auf dem Bildschirm den Editor und oben rechts in der Ecke ein kleines Fenster, in dem das Videosignal des Gegenübers angezeigt wird. Bisher unterstützt der Codeeditor sieben verschiedene Programmiersprachen, darunter C, C++, C#, Java, Javascript, Python und Ruby, und Echtzeittestläufe des Codes. Des Weiteren kann der Code innerhalb des Tools kompiliert und ausgeführt werden, sodass dieser in seiner Funktionsweise getestet werden kann.

Allerdings ist Skype nicht die erste Plattform, die Funktionen zu Onlinebewerbungen in diesem Sinne anbietet. Alternativen sind beispielsweise Codility oder Hackerrank. Im Gegensatz dazu besitzt Skype jedoch den großen Vorteil, dass der Dienst sehr weit verbreitet ist. Aktuell befindet sich der Codeeditor allerdings noch in der Previewphase und funktioniert bisher nur in der webbasierten Version von Skype.  Microsoft bittet Nutzer daher noch um Feedback und Ideen, um den Dienst weiter zu verbessern.