Pinterest-Marketing für Unternehmen

Pinterest gilt weltweit, hauptsächlich bei Frauen, als das neue Google.
Die amerikanische Suchmaschine gehört der Social Media Front an und wurde besonders in den letzten Jahren immer beliebter.

Pinterest ist nicht nur für Privatnutzer nützlich , sondern kann auch bei kleineren und mittelständigen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Ein digitales Fotobuch

Mit monatlich 250 Millionen aktiven Nutzern und 175 Milliarden Posts, bietet Pinterest so ziemlich alles was, das Herz begehrt. Von Rezepten bis hin zu selbstgemachten Starbucks-Drinks, dem perfekten Hochzeitsgeschenk, dem DIY-Kräutergarten, Social-Media-Planern und dem 10min-Homeworkout – Pinterest spuckt zu jedem Suchwort ein passendes Ergebnis aus.

Pinterest ist nichts anderes als ein digitales Fotobuch, zu dem jeder Nutzer einen kleinen Teil beiträgt. Die nicht endende Inspirationsquelle wird als Sammlung von sogenannten Boards – also Pinnwänden – verwendet, auf denen dann beliebige Beiträge gemerkt bzw. gepinnt werden können. Diese Pins können sowohl selbst erstellte Beiträge, als auch Posts von anderen Nutzern sein.

Pinterest vs. Instagram

Was unterscheidet Pinterest von dem Konkurrent Instagram?
Der entscheidenen Unterscheid liegt im Verlinken der Website, des Produktes bzw. des Artikels.

Während bei Instagram Links lediglich in die Biografie oder in eine sogenannte Story gesetzt werden können, ist der Link bei Pinterest direkt auf den Bildern verknüpft.

Dies ist nicht nur äußerst praktisch für den User, sondern generiert auch mehr Reichweite für den Besitzer der Seite bzw. des Contents.
Hat man nun ein Bild eines Burgers gefunden, so ist der Link (also die Website) des dazugehörigen Beitrags, direkt auf dem Bild hinterlegt.
Durch einfaches Klicken kommt der User nun durch ein Pop Up Fenster direkt zur hinterlegten Seite.

Exponentielles Wachstum bei richtiger Verwendung

Dank einer künstlichen integrierten Intelligenz spuckt Pinterest nicht nur auf Anfrage bestimmte Suchergebnisse aus, sondern schlägt dem Nutzer auch passende ähnlich genutzt Inhalte vor.

Diese Funktion ist nicht nur gut für den User, sondern auch für das Unternehmen. Je mehr Inhalte eines bestimmten Unternehmens oder einer Kategorie gepinnt werden – desto häufiger werden sie in Zukunft vorgeschlagen. Somit erhöht sich nicht nur die Chance, dass der Beitrag zu einem Top-Trefffer wird, sondern er wird auch anderen Nutzern vorgeschlagen.

Außerdem: Je mehr man pinnt, desto höher die Chance, einen Repin zu erhalten und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Ziel eines jeden Nutzers auf unternehmerischer Ebene, ist es von Monat zu Monat mehr Seitenaufrufe zu generieren.

Wir zeigen euch 4 Tipps, wie das am besten funktioniert:

  1. Ein sauberes Profil: Es ist wichtig, einen gepflegten Account zu haben. Pinnwände sollten sinnvoll erstellt und beschriftet werden. Die Infobox sollte mit einem kurzen, aber informativem Text gefüllt werden und bestenfalls sollte eure Domain auf Pinterest verifiziert werden. Je „sauberer“ der Account ist, desto mehr traut Pinterest auch seiner Qualität.
  2. Die Qualität des Contents: Bilder sollten bestenfalls mit einer guten Auflösung im Hochformat gepostet werden. Eine passende, informative Überschrift und eine kurze Bildbeschreibung dürfen ebenfalls nicht fehlen. Aktualität und Beliebtheit sind hierbei der Key zu gutem Content. Idealerweise sollten Bilder gepostet werden, die auch noch nach Wochen und Monaten ansprechend und interessant sind. Ziel ist es außerdem, einen starken Wiedererkennungswert aufzubauen. Dies ordnet nicht nur euren Account, sondern baut auch eine Verbindung vom potenziellen Nutzer zu dem eigenen Unternehmen auf – zusätzliche, in Bilder integrierte Texte oder ähnliche Bildbearbeitungen steigern angesprochenen Wiedererkennungswert enorm.
  3. Fleißig Pinnen! Um am schnellsten an Aufmerksamkeit zu gewinnen, sollten nicht nur eigene Posts erstellt werden, sondern auch andere Bilder gemerkt und gepinnt werden. Nur so durchbricht man den Pinterest-Algorithmus und gewinnt nach einiger Zeit an Reichweite.
  4. Keywords verwenden: Genau wie bei Google und Co. ist SEO unverzichtbar. Am besten wählt ihr Keywords und Keyword Kombinationen, die eure Produkte und Dienstleistungen beschreiben und umschreiben. Auch Synonyme sollten in euren Pins zu finden sein. Achtet dabei darauf, die Beiträge nicht mit Keywords „vollzustopfen“, sondern sie natürlich und in ganzen Sätzen einfließen zu lassen. Wichtig ist auch, dass sich die gleichen Keywords in eurem Website Content wiederfinden.

Continuity & Content are KEY

Um durch die Suchmaschine seine Interaktionen und die Bekanntheit in die Höhe zu treiben, gilt die Regel: CONTENT IS KING. Je mehr man agiert, desto höher ist die Interaktion der Nutzer.

Pinterest ist der Ort für ständige Interaktion. Bestenfalls könnte man pausenlos Beiträge pinnen und seine Pinnwände mit unendlich viel sinnvollem und relevanten Content füllen.
Alles, was den eigenen Beiträgen oder Interessen nahe kommt, sollte festgehalten werden.
So auch für Unternehmen – es macht Sinn, nicht nur die eigenen Produkte zu posten, sondern auch ähnliche Produkte anderer Firmen zu pinnen.
Unternehmen des selben Genres teilen sich potenzielle Kunden und damit einen einzigen Markt.

Vereinfacht bedeutet das: Wenn eine Firma den Inhalt eines Konkurrenten pinnt, so wird dies bei den Kunden des Konkurrenten sichtbar und die eigene Firma taucht in den vorgschlagenen Pins vor.

Zusammengefasst bietet Pinterest besonders für Unternehmen und Blogger die Chance, in Kontakt mit Zielgruppen und potenziellen Lesern zu kommen.
Allerdings muss das Profil sauber und kontinuierlich gepflegt werden – denn etwas schlimmeres für ein Unternehmen, als einen vernachlässigten Social-Media-Account, gibt es heutzutage nicht mehr.

„Tap to shop!“ – die Instagram Shoppingfunktion

Ansprechende Flaylays, Urlaubsfotografien und aktuelle OOTD’s – Kleidung, Schmuck und Sportaccessoires stechen sofort in unser Auge. „Click it – buy it!“ Wir erklären heute, wie Unternehmen und Privatnutzer die Instagram-Shopping-Funktion nutzen können und ihr Ein- und Verkaufen neu erleben.  

Instagram gilt weltweit mit mehr als einer Milliarde Nutzer als die 
Social Media Plattform schlechthin. Insbesondere junge Internetnutzer verbringen einen Großteil der online genutzten Zeit mit der 2010 ins Leben
gerufenen App.

Mithilfe von Fotos, Videos, Storys und kleineren Filmen werden Reiseerlebnisse, Erinnerungen, Outfits, das Lieblingsfrühstück und vieles mehr gepostet. Um die dazu passenden Produkte nachzushoppen, verfügt Instagram seit Ende 2018 über eine Shoppingfunktion.

Besonders die jetzige Generation betreibt immer weniger Aufwand, um Produkte zu erwerben. Amazon Prime, MorningExpress Versand, gelieferte Lebensmitteleinkäufen und eine breite Auswahl an Online-Shops in der Mode Branche & Co. ersetzten den Einzelhandel.

Um den Nutzern neben der physischen Entlastung nun auch noch das mühelose Suchen nach einem Produkt zu erleichtern, hat Instagram eine Shoppingfunktion programmiert. So kann der Kunde einerseits durch eine Produktverlinkung Name, Artikelnummer und Preis sehen und andererseits auch sofort zum jeweiligen Online-Shop gelangen.

In Beiträgen, Storys und Instagram-TV

Produktverlinkungen können sowohl im Instagram Feed als auch in Instagram-Stories verwendet werden.
Neben diesen zwei Optionen, gibt es außerdem die Möglichkeit, Produkte in Videos, z.B. im Instagram-TV, als Produktplacements zu verlinken.

Produkte können nicht nur effizient und detailliert vorgestellt und verlinkt werden, sondern machen das Shoppingerlebnis auch aktueller.
Besonders in Instagram Stories ist die Aktualität der verlinkten Produkte gesichert, da diese nur für 24 Stunden sichtbar sind.

Mithilfe der Shoppingfunktion lassen sich Produkte nicht nur direkt auf der Website finden und nachshoppen, sondern auch in einen imaginären Warenkorb legen lassen. Die sogenannte Wishlist kann mit gemerkten Beitragen gefüllt werden und wird so zu einem persönlichem Wunschzettel.

Wer kann diese Funktion nutzen und wie genau erstellt man einen solchen Instagram-Shop?

Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr die Insta-Shopping-Funktion als Unternehmen oder Blogger nutzen könnt. 

Zunächst einmal kann diese Funktion jeder nutzen – egal ob Firma, Second-Hand-Laden oder Hobbybastler. Die einzige Voraussetzung ist es, seinen Account in ein Unternehmensprofil umzuwandeln.

  1. Instagram-Unternehmensprofil unter Einstellungen aktivieren
  2. Den erstellten Instagram Business Manager mit Facebook verknüpfen
  3. Auf Facebook einen Produktkatalog einrichten oder einen vorhandenen verwenden (www.facebook.com/products)
  4. Damit die Funktion „Shopping“ für andere Instagram Nutzer aktiviert wird, müssen zu Anfang mindestens 9 Beiträge mit verknüpften Produkten eingepflegt werden.
    Beim Aufrufen der Shoppingfunktion weist Instagram selbst aber auch darauf hin und führt euch durch die einzelnen Schritte
  5. Bereits vorhandene Produkte anderer Firmen oder selbst erstellte Produkte in den Shop hinzufügen

Was es zu beachten gibt:

Es können nur materielle Dinge mit der Shoppingfunktion verkauft werden, keine Dienstleistungen.

Die Kennzeichnungen der Produktpreise, Produktbeschreibungen und Produktlinien sollten immer detailliert gepflegt werden. Dies sorgt für Sauberkeit, Ordnung und einem Wiedererkennungswert im eigenen Shop – schließlich scrollt niemand gerne durch einen unübersichtlichen Produktkatalog.
Tipp: Wenn ihr eigene Produkte verkauft, solltet ihr einen themenspezifischen Namen plus einen jeweiligen Code oder eine Nummer verwenden. So werden verschiedenen Produkte nicht verwechselt und sind gut wiederzuerkennen. (z.B. EXAMPLE PANTS U34589)
Möchtet ihr Produkte von anderen Firmen verlinken, so ist bereits ein Name oder eine Artikelnummer angegeben. 

Beiträge, in denen die Shoppingfunktionen eingebunden ist, haben mehrere Vorteile. Zunächst einmal, werden nicht nur eigene Produkte verlinkt, sondern auch Produkte anderer Marken.

Bei Profilen von Bloggern, Influencern oder auch einfach nur Hobbyfotografen werden nicht nur Unternehmen auf den jeweiligen Beitrag aufmerksam, sondern es erhöht sich auch die Chance, einen Report zu erhalten. Bei erfolgreichem Content kann folglich auch eine Kooperationsanfrage im Postfach landen.

Für Unternehmen bietet die Shoppingfunktion von Instagram die Chance, den Nutzern auf direktem Wege die eigenen Produkte vorzustellen.
Sowohl als Flatlay, Produktvorstellung, Video oder auch inszeniert in Fotografien können sie für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Instagram-Shop vs. Online-Shop

Wieso sollte man nun den Instagram-Shop den normalen Online-Shops vorziehen? Nutzer sehen das begehrte Kleid in Kombination mit mehreren Accessoires, den Trainingsschuh beim Marathon-Lauf und die Küchenmaschine beim Kuchenbacken. Verwendete Produkte werden, anders als in normalen Web-Shops, authentischer und im benutzten Zustand vorgestellt. Man könnte fast sagen: Produkte werden dem Nutzer unterschwellig vorgestellt.

Die spontane, unkompliziert gelieferte Produktinformation verleitet zum Kauf . Nutzer erwerben Produkte und entschließen sich innerhalb von Sekunden dazu, das Produkt haben zu wollen, und das manchmal sogar ohne eine vorherige Kauf-Absicht.

So startet Ihr Unternehmen auf Instagram richtig durch

Kreative können sich bei Instagram richtig austoben, denn hier kommt es auf die Bildsprache an. Um Instagram Marketing erfolgreich einzusetzen, reicht es jedoch nicht, ab und zu mal ein Bild zu veröffentlichen. Für nachhaltige Instagram-Kampagnen braucht man vor allem eins: eine gute Strategie.

Vor allem junge Leute sind über die Plattform gut zu erreichen

Dass Unternehmen nicht auf Instagram als Werbeplattform verzichten sollten, haben wir bereits hier begründet. Instagram zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die meisten Nutzer „mal eben so“ durch die App browsen – ob in der Bahn, an der Supermarktkasse oder in der Mittagspause – und so ständig online sind. Die Chance, dass sie den Content eines Unternehmens sehen, dem sie auf der Plattform folgen, ist also sehr hoch.

Doch wie bringt man überhaupt potenzielle Kunden dazu, einem Unternehmensprofil zu folgen? Wir haben die 5 wichtigsten Schritte für Ihre Instagram-Strategie zusammengestellt.

 

Schnell zum Erfolg mit einer durchdachten Instagram-Strategie

1. Welches Ziel verfolgen Sie?

Machen Sie sich Gedanken darüber, wofür Sie Instagram nutzen wollen. Ihre Social Media Ziele sollten natürlich zu den Unternehmenszielen passen. Dabei gibt es viele mögliche Ziele, zum Beispiel:

• Erhöhung der Markenbekanntheit
• Steigerung des Website-Traffics
• Entwicklung von Produktkooperationen

2. Wie soll Ihr Unternehmen wahrgenommen werden?

Auch für Instagram ist eine Unternehmenspositionierung wichtig. Knüpfen Sie diese an die Hauptpositionierung Ihres Unternehmens an und stimmen Sie diese auf die Vor- und Nachteile von Instagram ab.

Ein Beispiel: Da die meisten User unter 35 sind (nämlich über 90%), eignet sich die Plattform zudem besonders gut für Recruiting-Maßnahmen. Es lohnt sich also, das eigene Unternehmen als sympathischen Arbeitgeber zu vermitteln.

3. Welche Zielgruppe möchten Sie erreichen?

Durch das relativ niedrige Durchschnittsalter der Plattformnutzer kann es sein, dass Ihre Instagram-Zielgruppe sich von Ihrer generellen Zielgruppe etwas unterscheidet. Um zu überprüfen, ob Sie Ihre Zielgruppe mit Ihrem Content auch wirklich erreichen, bietet Instagram mit seinem Insights-Tool einen guten Überblick an.

4. Entwickeln Sie Content-Ideen

Jetzt ist Kreativität gefragt: mit Ihren Zielen im Hinterkopf entwickeln Sie nun Inhalte, die thematisch und qualitativ zu Ihrem Unternehmen passen. Hier gilt vor allem: Tonalität!

Vermeiden Sie wirre Inhalte, die optisch nicht zueinander passen. Dafür eignet sich die Erstellung eines Content-Kalenders oder eines Redaktionsplans. Um die Reichweite Ihrer Inhalte zu erhöhen, setzen Sie passende Hashtags (Schlagwörter mit einem „#“ versehen) unter die Bilder und Videos. Auch Instagram-Stories bieten sich für viele Ideen an.

5. Investieren Sie in Werbekampagnen

Sie haben tolle Inhalte entwickelt, doch erreichen nicht viele Nutzer? Instagram bietet verschiedene Werbemaßnahmen an, mit denen Sie Ihre Reichweite erhöhen können. Dabei können Sie Ihre Zielgruppe definieren, um klarzustellen, dass die Werbung auch die richtigen Nutzer erreicht. Dies lohnt sich, wenn bereits viele (qualitativ gute) Inhalte vorhanden sind.

Arbeiten Sie immer weiter an Ihrer Strategie

Nur die wenigsten Instagramkanäle haben sofort großen Erfolg. Daher empfiehlt es sich vor allem in den ersten Monaten Ihrer Kampagnen, den Erfolg jeden Schrittes zu messen. So zeigt sich relativ schnell, welche Maßnahmen funktionieren – und welche eher nicht. Gerade zu Beginn sind Social-Media Kampagnen oftmals trial and error, also versuchen Sie viele verschiedene Alternativen!

Welche Auswirkungen die DSGVO auf die Werbebranche hat

Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft und bringt wichtige Neuerungen bezüglich des Datenschutzes mit sich. Vor allem in der Werbe- und Marketingbranche gibt es daher Regelungen, die unbedingt beachtet werden müssen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Warum wird die DSGVO eingeführt?

Bislang war es so, dass jedes EU-Land eigene Verordnungen und Richtlinien zum Thema Datenschutz hatte. Um den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes zu gewährleisten, wurde 2016 beschlossen, eine einheitliche, EU-weite Datenschutzverordnung einzuführen.

 

Was besagt die DSGVO?

Primär geht es in der Datenschutz Grundverordnung (engl. General Data Protection Regulation) um personenbezogene Daten. Das sind unter anderem:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • E-Mail Adresse
  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Cookies

DatenkontrolleWurde dem Sammeln dieser Daten bisher automatisch durch die Nutzung einer Website zugestimmt, so ist ab dem 25. Mai jedoch die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers notwendig. Dies muss mit einem Opt-In Verfahren geschehen – besser noch: mit einem Double Opt-In Verfahren.

Außerdem hat mit der Einführung der DSGVO jeder Nutzer das Recht auf Vergessenwerden und kann die vollständige Löschung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, die von einem Unternehmen gesammelt wurden, verlangen. Zudem kann der Nutzer in Zukunft jederzeit eine Datenauskunft verlangen, diese hat zeitnah zu erfolgen.

 

Was bedeutet das fürs Marketing?

Für die Werbe- und Marketingbranche gilt nun, wichtige Änderungen vorzunehmen. Doch gerade was das angeht, wissen viele Unternehmen gar nicht so recht, was die DSGVO für sie bedeutet: Laut einer aktuellen Studie des Eco-Verbandes sehen sich lediglich 13% der befragten Unternehmen rechtlich auf der sicheren Seite, was die DSGVO angeht.

UnsubscribeVor allem im Bereich E-Mail Marketing und Lead Generierung spielt die Verordnung eine große Rolle. Hier dürfen Unternehmen in Zukunft nur noch Daten sammeln, die für die erbrachte Dienstleistung von Relevanz sind. Nicht nur Double Opt-In ist hier gefragt, sondern auch die Bereitstellung eines verbindlichen Opt-Out Interface, um dem Nutzer eine einfache Möglichkeit der Löschung zu garantieren. Im Prinzip müssen also alle Eingabemasken für Nutzerdaten überarbeitet werden. Zudem müssen Unternehmen sicherstellen, dass alle Daten protokolliert und zentral gespeichert werden, und auch nachweislich wieder gelöscht werden können.

 

So profitiert die Werbebranche von der DSGVO

Das klingt jetzt alles erst durchaus nach einer großen Herausforderung. Doch wenn man einmal genauer überlegt, bringt die Verordnung auch einige Vorteile. Die Verwendung personenbezogener Daten für Werbezwecke war in Deutschland bislang fast vollständig untersagt. Durch die DSGVO ist dies nun möglich, wenn auch nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers.

Durch die Datenschutz Grundverordnung wird das Datensammeln fairer und Kunden haben auf diese Weise mehr Vertrauen in Unternehmen. Dementsprechend sind Verbraucher auch eher bereit, personenbezogene Daten mit Unternehmen zu teilen. So können sie selber steuern, welche Daten genau sie teilen möchten. Im Endeffekt erfährt ein Unternehmen so viel mehr über die Interessen und Anforderungen ihrer (potenziellen) Kunden und kann viel besser darauf reagieren. Marketingkonzepte werden dadurch also passgenauer. Und die Wettbewerbsvorteile, die sich daraus ergeben, führen zu mehr Erfolg.

Darum funktioniert Influencer Marketing so gut

Ob auf Instagram, Youtube oder Snapchat: Influencer sind die Stars von heute. Daher bietet es sich für Unternehmen besonders an, Influencer Marketing zu betreiben, um die eigene Zielgruppe zu erreichen.

Influencer Marketing wird auch in diesem Jahr voraussichtlich weiterhin erfolgreich bleiben. Um zu verstehen, warum das so ist, gilt es erst einmal zu klären, was überhaupt ein Influencer ist.

Ein Influencer …
… hat 10.000 Follower oder mehr, oder
… arbeitet mit Marken zusammen und bewirbt deren Produkte/ Services, oder
… verbreitet Informationen über seine Lieblingsprodukte, oder
… ist ein Experte in seinem Bereich.

Nun stellt sich die Frage, was Menschen dazu bewegt, einer solchen Person in den sozialen Netzwerken zu folgen und zu vertrauen. Aufschluss darüber gibt der neue Bericht „Psychology of Following“ von Olapic, der beschreibt, wie Verbraucher Influencer definieren, warum sie ihnen folgen und wie sie auf Empfehlungen reagieren. Als wichtigstes Ergebnis der Studie lässt sich vorab die Tatsache nennen, dass 31% der Befragten bereits aufgrund eines Influencers-Posts zum Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung bewegt wurden.

An der Erhebung nahmen 4000 aktive Social-Media-Nutzer im Alter von 16 bis 61 Jahren in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland teil. Gefragt wurde nach den psychologischen Hintergründen, warum Konsumenten Influencern in sozialen Medien folgen, zuhören und ihnen vertrauen. Außerdem beleuchtet wurde, wie Verbraucher auf die Produktempfehlungen der Social-Media-Größen reagieren.

Die wichtigsten Ergebnisse der Influencer Marketing Studie:

Authentizität ist das A und O: Sie ist laut der Umfrage der wichtigste Grund, Influencern zu folgen und ihren Empfehlungen zu vertrauen. 39% gaben an, dass sie der Empfehlung aufgrund des Influencers vertrauen.

Content- und Plattform-Präferenzen: Videoinhalte (33%) und Bilder (25%) sind die bevorzugten Arten von Influencer-Inhalten. Facebook, Instagram und YouTube sind die beliebtesten Plattformen, um Influencern zu folgen.

Beauty-Segment: Follower nutzen in erster Linie Instagram und Snapchat, um Influencern in den Bereichen Beauty, Mode und Lifestyle zu finden. Die Ästhetik von Bilder (25%) und informelle Inhalte (22%) werden als wichtigste Gründe genannt, warum Verbraucher Influencern folgen. 27% der Follower gaben an, dass sie sich von den Inhalten der Mode-Influencer „inspirieren“ lassen wollten. Follower des Lifestyle Segments gaben an, dass inspirierende Inhalte (24%) und Authentizität der Inhalte (23%) die wichtigsten Faktoren sind, die Influencer auf dem Markt halten.

Influencer bewegen zum Handeln: 44% aller Befragten gaben an, dass sie den Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung auf der Grundlage des Posts eines Influencers in Erwägung gezogen haben. 31% gaben an, dass sie bereits ein Produkt oder eine Dienstleistung auf der Grundlage des Posts eines Influencers gekauft haben. Weitere 24% gaben an, ein Produkt oder eine Dienstleistung auf der Basis des Posts eines Influencers weiterempfohlen zu haben.

Zusammenfassen lässt sich also, dass Inhalte der Influencer am stärksten und wirkungsvollsten sind, wenn die Influencer ihr eigenes Fachwissen, ihren eigenen Stil und ihre eigene Kreativität einfließen lassen, ohne dabei großen Markeneinfluss auszuüben. Influencer Marketing ist demzufolge für den Aufbau von Markenwert, Engagement und Umsatz unerlässlich. Außerdem hat man als Verbraucher doch immer ein kritischeres Auge, wenn man von einer Marke selbst umworben wird. Dass Authentizität also als eines der wichtigsten Kriterien aus der Studie hervorgeht, wenn es darum geht, einem Influencer zu „followen“, ist also nicht verwunderlich.