Alexa und Co.: Fluch und Segen zugleich?

„Das Internet der Dinge“ – die Vision der Vernetzung von physischen und virtuellen Gegenständen erscheint vor dem Hintergrund, dass uns Siri, Alexa und Co. heute schon bei zahlreichen Aufgaben unterstützen gar nicht mehr so weit entfernt. Viele Nutzer schätzen dabei die zahlreichen Vorteile der innovativen Technik. Allerdings geraten die intelligenten Geräte gleichzeitig immer wieder in die Kritik im Punkto Datenschutz, was natürlich alleine schon durch die Internetfähigkeit der Geräte begünstigt wird. Jedoch bangen nicht nur Datenschützer vor einem möglichen Kontrollverlust, wie die jüngste Studie des Rheingold Instituts zeigt. Und die Defizite beschränken sich bei weitem nicht auf einen möglichen Eingriff in die Privatsphäre. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 20 tiefenpsychologische Interviews mit Probanden im Alter zwischen 20 und 75 Jahren geführt und parallel dazu Erfahrungsberichte von Usern ausgewertet, um die Faszinationsfaktoren des Sprachassistenten Alexa zu ermitteln und aufzuzeigen, wie sich das Verhältnis zur Technik verwandelt.

 

Hier einmal die wesentlichen Ergebnisse der Studie des Marktforschungsinstitus im Überblick:

1. Alexa wertet das Ego auf! 
Mit Alexa demonstriert der Nutzer seine Zugehörigkeit zur Technik-Avantgarde.

2. Alexa verheißt wundersame Wunscherfüllungen. 
Auf Zuruf werden das Radioprogramm, die Wettervorhersage und die Einkäufe gesteuert. Die Nutzer erfahren eine neue Ära der digitalen Allmacht.

3. Alexa vermittelt Ur-Geborgenheit.
Auf Stimmen reagieren die Menschen bereits im Mutterleib. Damit schafft Alexa eine tiefe und stimmige Verbundenheit. „Immer ist jemand da, der zuhört und mit mir spricht.“ Vor allem für Singles vertreibt Alexa das Unglück der Stille. Dies führt jedoch mitunter auch zu einer Konkurrenz der Frauen zu Alexa.

4. Alexa ist die multiple Partnerin.
Unbewusst projizieren die Menschen viele Beziehungs-Sehnsüchte auf Alexa. Haustier, Nanny, Mutter, Freundin, Coach – als Frau für alle Fälle ist Alexa wie die bezaubernde Jeannie aus der gleichnamigen US-Fernsehserie.

5. Alexa schürt Angst vor Kontrollverlust.
Die Erfüllung geheimster Beziehungswünsche führt auch zu einer Angst vor Abhängigkeit und Hörigkeit.
„Amazon wird zur Datenkrake, die mich kategorisiert und alles von mir weiß.“

 

Skype bringt Bewerbungsfunktion für Programmierer!

Der ein oder andere mag es vielleicht schonmal erlebt haben: Man bewirbt sich um einen neuen Job und bekommt schließlich eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. – Oh, was ist das denn? Es wird um ein Bewerbungsgespräch via Skype eingeladen, weil sich der Chef im Ausland befindet. Dank Videotelefonie und Co. heute kein Problem mehr. Aber dem ist nicht genug. Denn zumindest für angehende Softwareentwickler bietet Skype ab jetzt eine ganz besondere Funktion: Einen Codeeditor zum Testen der Fähigkeiten. Unternehmen können also zukünftig die Fähigkeiten ihrer Bewerber aus der Ferne testen.

Und so funktioniert das Ganze: Zunächst wird ein Meeting zwischen Bewerber und Arbeitgeber eingeleitet. Ersterer kann sich entweder als Skype-Nutzer oder alternativ dazu als Gast anmelden. Dadurch benötigen Bewerber keine weiteren externen Tools oder Programme. Im Anschluss an die erfolgreiche Anmeldung sehen Nutzer auf dem Bildschirm den Editor und oben rechts in der Ecke ein kleines Fenster, in dem das Videosignal des Gegenübers angezeigt wird. Bisher unterstützt der Codeeditor sieben verschiedene Programmiersprachen, darunter C, C++, C#, Java, Javascript, Python und Ruby, und Echtzeittestläufe des Codes. Des Weiteren kann der Code innerhalb des Tools kompiliert und ausgeführt werden, sodass dieser in seiner Funktionsweise getestet werden kann.

Allerdings ist Skype nicht die erste Plattform, die Funktionen zu Onlinebewerbungen in diesem Sinne anbietet. Alternativen sind beispielsweise Codility oder Hackerrank. Im Gegensatz dazu besitzt Skype jedoch den großen Vorteil, dass der Dienst sehr weit verbreitet ist. Aktuell befindet sich der Codeeditor allerdings noch in der Previewphase und funktioniert bisher nur in der webbasierten Version von Skype.  Microsoft bittet Nutzer daher noch um Feedback und Ideen, um den Dienst weiter zu verbessern.