Wie Content Marketing die Werbebranche verändert hat

Mit ansprechenden, hochwertigen Inhalten potenzielle Kunden vom eigenen Unternehmen überzeugen – diese Herangehensweise ist nicht neu. Doch so richtig entfaltete das sogenannte Content Marketing seine Möglichkeiten erst in Zeiten der Digitalisierung. Heute erklären wir, wie sich unser Kaufverhalten verändert hat und die Werbeindustrie nachhaltig beeinflusst.

Der Nutzer bestimmt, welche Informationen er braucht

Wer kennt es nicht – das Smartphone ist immer dabei. Als treuster Begleiter sind die digitalen Alleskönner inzwischen so stark in unseren Alltag integriert, dass es sich negativ auf uns auswirkt, sollten wir sie einmal zuhause vergessen oder gar verloren haben. Wir sind ständig online und dabei einer riesigen Informationsflut ausgesetzt. Die Informationen, die wir wirklich brauchen, picken wir uns dabei jedoch selbst heraus.

Ob Nachrichten, Interessen oder Shopping: wir suchen nach Informationen, die für uns von Relevanz sind. Dies wird besonders deutlich, wenn wir unser Kaufverhalten näher betrachten. Produktinformationen, Erfahrungsberichte und Testvideos – vor der Anschaffung eines kostspieligen Produkts helfen uns solche Inhalte bei der Kaufentscheidung.

Während man vor 20 Jahren noch von TV- und Printwerbung „berieselt“ wurde und auf diese Weise überhaupt erst erfahren hat, welche Produkte und Dienstleistungen es da draußen gibt, hat sich das Consumer-Verhalten durch digitale Prozesse drastisch verändert. Zwar sind klassische Werbeformate weiterhin erfolgversprechend, doch die Wirkung von Fernsehwerbung nimmt besonders in Zeiten von Video-on-Demand-Diensten, die ohne Werbeeinblendungen auskommen, langsam ab.

Content Marketing – was ist das überhaupt?

Infolgedessen führt das veränderte Kaufverhalten dazu, dass immer wieder neue Werbeformate entstehen. Das Stichwort lautet hier Content Marketing. Zwar ist diese Art der Werbung so alt wie die Werbeindustrie selbst, doch erst seit den letzten 20 Jahren hat sie sich zu einer ganzheitlichen Strategie entwickelt. Ziel des Content Marketings ist es, (potenziellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten und ihnen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen.

Dreh- und Angelpunkt einer Content Marketing Strategie ist dabei die eigene Website. Ein Unternehmen ohne professionellen Webauftritt hat heutzutage kaum noch Chancen, von potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden. Denn die Website ist das Aushängeschild des Unternehmens und gleichzeitig der Ort, an dem Kontaktaufnahmen und eventuell Transaktionen stattfinden. Zu einer guten Website gehört außerdem eine wohl überlegte SEO-Strategie, damit die Seite im Suchmaschinenranking weit oben gelistet wird.

Wo werden welche Inhalte veröffentlicht?

Bei der Content Creation sind den Formaten keine Grenzen gesetzt. Inzwischen haben sich Folgende als sehr erfolgversprechend durchgesetzt:

Blogbeiträge:

Informative Textinhalte lassen sich am besten in einem Blogbeitrag verpacken. Dabei sollte man sich nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang halten. Um den Text etwas aufzulockern, eignen sich grafische Elemente.

 

Videos:

Anleitungen, Produktinformationen oder Rezepte – für all dies empfiehlt sich das Videoformat. Videos sollten nicht zu lang sein und wichtige Informationen visuell ansprechend verpacken.

 

Case Studies:

Mit einer Fallstudie zeigt ein Unternehmen, warum das angebotene Produkt oder die Dienstleistung die optimale Lösung zu einem Problem ist. Dies ist also ein gutes Medium, um Kompetenz zu beweisen.

 

E-Books:

Um weitere Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten, beispielsweise ergänzend zu einem Blogbeitrag oder einem Video, bieten sich vertiefende E-Books an.

 

 

Experten-Interviews:

Um eventuelle Fragen zu einem Produkt oder zu einer Dienstleistung im Voraus zu klären, oder um Professionalität auszudrücken, eignen sich Experten-Interviews. Diese können als Text oder Video präsentiert werden.

 

Testimonials:

Positive Kundenmeinungen und Erfahrungsberichte haben einen direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung, da sie wie eine Kaufempfehlung wirken.

 

 

Die generierten Inhalte können dann auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht und geteilt werden. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man Content nicht für bestimmte Kanäle erstellt, sondern in erster Hinsicht für die (potenziellen) Kunden. Deshalb gilt als Regel für die Content Creation: Zuerst werden Themen entwickelt, dann das Format bestimmt und zu guter Letzt der Kanal ausgewählt. Dies sind die wichtigsten Kanäle des Content Marketings:

  • Website
  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Linkedin etc.)
  • Unternehmensblog

Content Marketing funktioniert nur mit einer guten Strategie

Wie jeder anderer Marketingansatz lebt auch Content Marketing von einer ganzheitlichen Strategie. Diese entscheidet über den Erfolg der Methode. Dazu müssen Ziele definiert, ein Zeitplan erstellt, die Zielgruppe bestimmt und Web-Controlling implementiert werden. Das Wichtigste ist, alles auf die Zielgruppe abzustimmen – denn es geht in erster Linie um den Kunden.

Facebook Ads: Das können die verschiedenen Formate

Wer Facebook privat nutzt, der kennt sie: die bunte Welt der Facebook Werbung. Werbeanzeigen lassen sich auf dem Smartphone nach links und rechts wischen, verlinken direkt auf die Website des beworbenen Produkts – und passen thematisch wie die Faust aufs Auge zu den eigenen Interessen. Warum Facebook Ads eine wahre Goldgrube sind und welche Formate es gibt, erklären wir heute im SCHWIND’ Blog.

 

Warum sich Facebook Werbung lohnt

Mit durchschnittlich 13 Millionen Nutzern täglich ist Facebook die am meisten besuchte Social Media Plattform in Deutschland. Dadurch entsteht eine enorme Reichweite, wie sie bei einer klassischen Printwerbung nur schwer zu erreichen wäre. Doch das ist nicht der größte Vorteil von Facebook Ads. Das Stichwort lautet: Zielgruppendefinition. Der integrierte Werbeanzeigenmanager von Facebook, über den alle Kampagnen geplant und geschaltet werden, bietet einem viele Möglichkeiten, die Zielgruppe konkret anzusprechen.

Die Zielgruppendefinition basiert auf den „Gefällt mir“-Angaben sowie weiteren angegeben Informationen der Facebook User. Seit dem Cambridge Analytica Skandal verzichtet Facebook auf die Verwendung externer personenbezogener Daten und basiert Facebook Ads nur auf freiwillig gemachten Angaben der Nutzer. Durch diese Angaben berechnet ein Algorithmus dann, welche User die Kriterien der Zielgruppe erfüllen.

Die 7 Facebook Ad Formate und ihre Funktionen

Gab es anfangs nur ein Standardformat für Werbeanzeigen auf Facebook, so gibt es inzwischen eine große Auswahl. Die Möglichkeiten, die Facebook Unternehmen bei der Planung von Werbekampagnen bietet, lassen der Kreativität freien Lauf. Wir haben hier eine Übersicht der verschiedenen Formate zusammengestellt:

Standard Ad1. Standard Ad

Das wohl am meisten verbreitete Werbeformat auf Facebook benötigt „nur“ ein aussagekräftiges Bild sowie eine knackige Botschaft. Durch einen Klick auf das gewählte Foto wird der User dann auf die gewünschte Landing Page geleitet. Dieses Ad-Format eignet sich vor allem, wenn man mit wenig Aufwand Werbung auf Facebook schalten möchte.

 

2. Collection Ad

Vor allem für die Bewerbung von Produkten eignen sich Collection Ads. Unterhalb eines Videos oder Bildes ermöglicht das Collection Format die zusätzliche Verlinkung einzelner Produkte. Besonders für Bekleidungsunternehmen bieten sich Collection Ads an, da man unter einem Outfitvideo oder -bild alle dargestellten Produkte direkt anklicken kann.

 

3. Video Ad

Mit einer Länge von maximal 15 Sekunden sind Video Ads das perfekte Werbeformat, um sich von der Masse an Facebook Posts im Newsfeed abzuheben. Denn vor allem mobil schauen User sich erfahrungsgemäß keine längeren Videos an. Klares und aussagekräftiges Storytelling ist hier gefragt. Dabei sollte Appetit auf „mehr“ gemacht werden. Dieses Format ist besonders geeignet für crossmediale Kampagnen.

 

4. Slideshow Ad

Wenn Video Ads zu aufwendig und kostspielig sind, man aber trotzdem nicht auf den Effekt von Bewegtbildern verzichten möchte, dann sind Slideshow Ads die optimale Lösung. So können mehrere Bilder wie in einer Diashow nacheinander eingeblendet werden und bieten dem Facebook Nutzer trotzdem eine abwechslungsreiche Werbung.

 

Carousel Ad5. Carousel Ad

Seit 2015 gibt es das Karussell-Format, welches die Einbindung von bis zu 10 Fotos oder Videos in einer Werbeanzeige ermöglicht. Sie bieten besonders viel Raum für kreative Darstellungen von Produkten und Dienstleistungen und laden den User durch die interaktive Bedienfläche zu Interaktionen ein. Vor allem für Storytelling eignet sich dieses Format. Jede der 10 Flächen kann mit einem eigenen Link versehen werden.

 

6. Canvas Ad

Speziell für Mobilgeräte entwickelt bieten Canvas Ads dem Nutzer eine einzigartige User Experience über das ganze Display. So kann der Nutzer mit der Werbung interagieren und sie „entdecken“. Dabei setzt sich die Werbeanzeige wahlweise aus Bildern, Videos, oder Karussells zusammen und bietet abwechslungsreiche Inhalte. Auch hier können verschiedene Links gesetzt werden.

 

7. Messenger Ad

Ergänzend zu den gängigen Formaten führte Facebook 2017 Werbeanzeigen auf der Startseite des Messengers ein. So können auch User erreicht werden, die nicht häufig auf der Facebook Website oder in der App unterwegs sind, sondern lediglich den Messaging-Dienst nutzen. Seit kurzem sind im Messenger auch Video Ads verfügbar.

 

 

Ohne Kampagnenplanung geht es nicht

Zusätzlich zu den Werbeformaten bietet Facebook im Werbeanzeigenmanager sämtliche Tools für die Planung von Kampagnen. Dort können neben der Zielgruppendefinition noch folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • Definition von Werbezielen
  • Budget und Abrechnung
  • Laufzeit der Kampagne
  • Erstellung der Anzeige
  • Optimierung der Anzeige

 

Welches Facebook Ad Format ist am besten?

Eine Pauschalantwort auf diese Frage gibt es nicht, da es immer auf die individuelle Werbekampagne und das Unternehmen ankommt. Je nach Ziel der Kampagne eignen sich manche Formate eher mehr als andere. Wichtig ist, dass Inhalt und Format der Kampagne miteinander harmonieren. Eine Video Ad macht nur Sinn, wenn sie interessante Videosequenzen beinhaltet, und eine Collection Ad ohne zu verlinkende Produkte wäre fehl am Platz. All dies sollte bei der Kampagnenplanung berücksichtigt werden.

So startet Ihr Unternehmen auf Instagram richtig durch

Kreative können sich bei Instagram richtig austoben, denn hier kommt es auf die Bildsprache an. Um Instagram Marketing erfolgreich einzusetzen, reicht es jedoch nicht, ab und zu mal ein Bild zu veröffentlichen. Für nachhaltige Instagram-Kampagnen braucht man vor allem eins: eine gute Strategie.

Vor allem junge Leute sind über die Plattform gut zu erreichen

Dass Unternehmen nicht auf Instagram als Werbeplattform verzichten sollten, haben wir bereits hier begründet. Instagram zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die meisten Nutzer „mal eben so“ durch die App browsen – ob in der Bahn, an der Supermarktkasse oder in der Mittagspause – und so ständig online sind. Die Chance, dass sie den Content eines Unternehmens sehen, dem sie auf der Plattform folgen, ist also sehr hoch.

Doch wie bringt man überhaupt potenzielle Kunden dazu, einem Unternehmensprofil zu folgen? Wir haben die 5 wichtigsten Schritte für Ihre Instagram-Strategie zusammengestellt.

 

Schnell zum Erfolg mit einer durchdachten Instagram-Strategie

1. Welches Ziel verfolgen Sie?

Machen Sie sich Gedanken darüber, wofür Sie Instagram nutzen wollen. Ihre Social Media Ziele sollten natürlich zu den Unternehmenszielen passen. Dabei gibt es viele mögliche Ziele, zum Beispiel:

• Erhöhung der Markenbekanntheit
• Steigerung des Website-Traffics
• Entwicklung von Produktkooperationen

2. Wie soll Ihr Unternehmen wahrgenommen werden?

Auch für Instagram ist eine Unternehmenspositionierung wichtig. Knüpfen Sie diese an die Hauptpositionierung Ihres Unternehmens an und stimmen Sie diese auf die Vor- und Nachteile von Instagram ab.

Ein Beispiel: Da die meisten User unter 35 sind (nämlich über 90%), eignet sich die Plattform zudem besonders gut für Recruiting-Maßnahmen. Es lohnt sich also, das eigene Unternehmen als sympathischen Arbeitgeber zu vermitteln.

3. Welche Zielgruppe möchten Sie erreichen?

Durch das relativ niedrige Durchschnittsalter der Plattformnutzer kann es sein, dass Ihre Instagram-Zielgruppe sich von Ihrer generellen Zielgruppe etwas unterscheidet. Um zu überprüfen, ob Sie Ihre Zielgruppe mit Ihrem Content auch wirklich erreichen, bietet Instagram mit seinem Insights-Tool einen guten Überblick an.

4. Entwickeln Sie Content-Ideen

Jetzt ist Kreativität gefragt: mit Ihren Zielen im Hinterkopf entwickeln Sie nun Inhalte, die thematisch und qualitativ zu Ihrem Unternehmen passen. Hier gilt vor allem: Tonalität!

Vermeiden Sie wirre Inhalte, die optisch nicht zueinander passen. Dafür eignet sich die Erstellung eines Content-Kalenders oder eines Redaktionsplans. Um die Reichweite Ihrer Inhalte zu erhöhen, setzen Sie passende Hashtags (Schlagwörter mit einem „#“ versehen) unter die Bilder und Videos. Auch Instagram-Stories bieten sich für viele Ideen an.

5. Investieren Sie in Werbekampagnen

Sie haben tolle Inhalte entwickelt, doch erreichen nicht viele Nutzer? Instagram bietet verschiedene Werbemaßnahmen an, mit denen Sie Ihre Reichweite erhöhen können. Dabei können Sie Ihre Zielgruppe definieren, um klarzustellen, dass die Werbung auch die richtigen Nutzer erreicht. Dies lohnt sich, wenn bereits viele (qualitativ gute) Inhalte vorhanden sind.

Arbeiten Sie immer weiter an Ihrer Strategie

Nur die wenigsten Instagramkanäle haben sofort großen Erfolg. Daher empfiehlt es sich vor allem in den ersten Monaten Ihrer Kampagnen, den Erfolg jeden Schrittes zu messen. So zeigt sich relativ schnell, welche Maßnahmen funktionieren – und welche eher nicht. Gerade zu Beginn sind Social-Media Kampagnen oftmals trial and error, also versuchen Sie viele verschiedene Alternativen!

Künstliche Intelligenz: Potenzial oder Gefahr?

Wenn es um künstliche Intelligenz geht, denken wir sehr schnell an SciFi-Filme, in denen sich Roboter gegen die Menschheit wenden. Dass künstliche Intelligenz längst in unserem Alltag angekommen ist und wir sie schon fast alle benutzen, ist den meisten Menschen gar nicht klar. Doch was fällt eigentlich alles unter diesen Begriff – und wie können wir von künstlicher Intelligenz profitieren?

„Es tut mir Leid, Dave, aber das kann ich nicht tun.“ – Vor genau 50 Jahren schockierte das dystopische Szenario aus Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey Kinobesucher auf aller Welt. HAL 9000, so hieß der Computer des Science Fiction Films, der plötzlich nicht mehr im Sinne des Menschen handelte, sondern zur verhängnisvollen Gefahr wurde. Auch sonst wird künstliche Intelligenz (KI) in der Popkultur oftmals als bedrohlich dargestellt. Kein Wunder also, dass 70% der Befragten in einer Studie zur künstlichen Intelligenz angaben, dass sie sich davor fürchten. Dabei ist KI längst nicht mehr nur auf Kinoleinwänden zu sehen.

Künstliche Intelligenz ist fester Bestandteil unseres Alltags

Die Liste ist unendlich lang. Smartphones, Sprachassistenten, Übersetzungsprogramme – KI ist überall. Auch Empfehlungen, wie man sie beispielsweise bei Streamingdiensten oder Online Shops erhält, basieren auf intelligenten Technologien. Dabei glauben einer Studie zufolge nur 33% der Befragten, dass sie künstliche Intelligenz benutzen, obwohl dies 77% von ihnen längst tun. Das zeigt, wie sehr KI in unseren Alltag integriert ist.

Die Sorge um künstliche Intelligenz ist jedoch nicht unbegründet, zumindest was den Arbeitsmarkt angeht. Vor allem im industriellen Bereich wächst die Rolle von KI stetig. Mit dem Ziel der Prozessoptimierung werden immer mehr Vorgänge automatisiert. Doch dass Menschen durch Maschinen ersetzt werden, ist nichts Neues – und wo Jobs wegfallen, entstehen auch neue.

KI als Alltagshelfer in der Werbebranche

Auch im Bereich Werbung und Marketing ist künstliche Intelligenz nicht mehr wegzudenken. Denn in der Branche geht es vor allem um eins: Daten. Um aus diesen schlau zu werden und das größte Potenzial rauszuholen, kommt man um KI nicht drum herum. Dabei übernimmt sie beispielsweise:

  • Zielgruppenanalysen
  • Kundenverhaltensanalysen
  • Content Creation
  • Kundenbetreuung (durch Chatbots)

KI Tools bieten hilfreiche Unterstützung bei aufwändigen und zeitintensiven Prozessen. So bleibt mehr Zeit für To-Do’s mit höheren Prioritäten. Doch auch hier muss der Datenschutz garantiert sein, besonders im Hinblick auf die bald in Kraft tretende DSGVO.

Es ist noch Luft nach oben

Obwohl Computer bereits heute in vielen Bereichen zuverlässiger sind als Menschen, beispielsweise als Bordcomputer oder im OP, ist es umstritten, ob sie jemals das Level der menschlichen Intelligenz erreichen können. Gerade an unsere emotionale Intelligenz oder Kreativität kommt KI noch lange nicht ran. Bislang dient KI vor allem als Unterstützung was analytische Prozesse angeht. Doch eins ist klar: auf künstliche Intelligenz können wir nicht mehr verzichten.

Warum Unternehmen nicht auf Instagram Marketing verzichten dürfen

Ob in der Bahn, im Café oder mal eben zwischendurch: Wir schauen unglaublich oft auf unser Smartphone. Ganz vorne mit dabei ist Instagram. Vor allem unterwegs bietet die App einen optimalen Zeitvertreib, da sie auf visuellen Content setzt, statt auf lange Texte. Für Unternehmen eröffnet sich dadurch eine einzigartige Werbeplattform.

 

Marken haben viele „Follower“ auf Instagram

Instagram gehört zu den beliebtesten Apps weltweit, vor allem in Europa und Nordamerika. Inzwischen verzeichnet die Plattform 800 Millionen User, 500 Millionen davon nutzen Instagram täglich. Kein Wunder, denn ein Bild ist schnell geschossen, mit einem schönen Filter aufgehübscht und veröffentlicht. Ein paar Hashtags dazu, damit andere User das Bild finden können – und fertig.

Doch die meisten Leute nutzen Instagram gar nicht dafür, um selber Beiträge zu teilen: 72 % der Nutzer schauen sich lieber Fotos an, anstatt sie zu posten. Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook, liegt der Fokus von Instagram jedoch nicht nur auf Beiträgen von Freunden und Familie. In einer aktuellen Studie gaben 53% der Befragten an, dass sie Marken auf Instagram folgen.

 

Hohe Reichweite für Kreativkampagnen

Durch das hohe Interesse von Instagram Usern an Marken ensteht ein enormes Potenzial für Unternehmen: Posts auf Instagram zu veröffentlichen oder Werbung auf der Plattform zu schalten ist günstiger als jede Printkampagne – und die Reichweite ist beinahe unbegrenzt. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass vor allem Kreativkampagnen auf Instagram viral gehen können.

Instagram Marketing SmartphoneDoch gleichzeitig ist der Erfolg von Werbekampagnen auf Instagram eine große Herausforderung. Das Stichwort lautet Visual Storytelling – wer nichts Interessantes auf kreative Art und Weise teilt, der wird auch nicht „gesehen“. Denn bei der Menge an Posts, die jeden Tag auf der Plattform veröffentlicht werden, gehen einzelne Beiträge sehr schnell in der breiten Masse unter. Teilweise werden Postings auch aufgrund spezieller Algorithmen nicht allen Followern angezeigt, sodass manche Fotos ungesehen bleiben. Instagram Marketing sollte also nicht unterschätzt werden.

 

Influencer Marketing verspricht Erfolg

Instagram Marketing InfluencerVielversprechend ist das sogenannte Influencer Marketing: ein Unternehmen stattet Influencer (Instagram User, die eine sehr hohe Reichweite haben) mit Produkten aus. Der Influencer setzt dieses Produkt dann gekonnt in Szene und wirbt dafür. Da die Werbung hier nicht direkt vom Unternehmen kommt, sondern den Eindruck eines Produkttests oder einer Empfehlung erweckt, sind solche Kampagnen in vielen Branchen besonders erfolgreich. Hier sollten Unternehmen jedoch darauf achten, dass Influencer und Produkte thematisch zueinander passen, da die Werbung sonst unglaubwürdig erscheint.

 

Instagram Marketing fällt positiv auf

Besonders durch Influencer-Marketingkampagnen hat sich Instagram als die Social-Media Plattform erwiesen, auf der Werbung am meisten Zuspruch findet. Außerdem entsprechen die Nutzer der werberelevanten Hauptzielgruppe, denn 90% der Instagram User sind jünger als 35.

Instagram ist die Plattform, auf der Verbraucher Marken aktiv folgen und somit offen für Werbekampagnen sind. Vor allem Möglichkeiten wie Instagram Stories oder Hashtags wecken aktives Interesse bei den Usern. Doch wie jede andere Werbemaßnahme verlangt auch Instagram Marketing eine durchdachte Strategie, um dem eigenen Unternehmen und potenziellen Kunden gerecht zu werden.

Welche Auswirkungen die DSGVO auf die Werbebranche hat

Am 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) in Kraft und bringt wichtige Neuerungen bezüglich des Datenschutzes mit sich. Vor allem in der Werbe- und Marketingbranche gibt es daher Regelungen, die unbedingt beachtet werden müssen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Warum wird die DSGVO eingeführt?

Bislang war es so, dass jedes EU-Land eigene Verordnungen und Richtlinien zum Thema Datenschutz hatte. Um den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes zu gewährleisten, wurde 2016 beschlossen, eine einheitliche, EU-weite Datenschutzverordnung einzuführen.

 

Was besagt die DSGVO?

Primär geht es in der Datenschutz Grundverordnung (engl. General Data Protection Regulation) um personenbezogene Daten. Das sind unter anderem:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • E-Mail Adresse
  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Cookies

DatenkontrolleWurde dem Sammeln dieser Daten bisher automatisch durch die Nutzung einer Website zugestimmt, so ist ab dem 25. Mai jedoch die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers notwendig. Dies muss mit einem Opt-In Verfahren geschehen – besser noch: mit einem Double Opt-In Verfahren.

Außerdem hat mit der Einführung der DSGVO jeder Nutzer das Recht auf Vergessenwerden und kann die vollständige Löschung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, die von einem Unternehmen gesammelt wurden, verlangen. Zudem kann der Nutzer in Zukunft jederzeit eine Datenauskunft verlangen, diese hat zeitnah zu erfolgen.

 

Was bedeutet das fürs Marketing?

Für die Werbe- und Marketingbranche gilt nun, wichtige Änderungen vorzunehmen. Doch gerade was das angeht, wissen viele Unternehmen gar nicht so recht, was die DSGVO für sie bedeutet: Laut einer aktuellen Studie des Eco-Verbandes sehen sich lediglich 13% der befragten Unternehmen rechtlich auf der sicheren Seite, was die DSGVO angeht.

UnsubscribeVor allem im Bereich E-Mail Marketing und Lead Generierung spielt die Verordnung eine große Rolle. Hier dürfen Unternehmen in Zukunft nur noch Daten sammeln, die für die erbrachte Dienstleistung von Relevanz sind. Nicht nur Double Opt-In ist hier gefragt, sondern auch die Bereitstellung eines verbindlichen Opt-Out Interface, um dem Nutzer eine einfache Möglichkeit der Löschung zu garantieren. Im Prinzip müssen also alle Eingabemasken für Nutzerdaten überarbeitet werden. Zudem müssen Unternehmen sicherstellen, dass alle Daten protokolliert und zentral gespeichert werden, und auch nachweislich wieder gelöscht werden können.

 

So profitiert die Werbebranche von der DSGVO

Das klingt jetzt alles erst durchaus nach einer großen Herausforderung. Doch wenn man einmal genauer überlegt, bringt die Verordnung auch einige Vorteile. Die Verwendung personenbezogener Daten für Werbezwecke war in Deutschland bislang fast vollständig untersagt. Durch die DSGVO ist dies nun möglich, wenn auch nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers.

Durch die Datenschutz Grundverordnung wird das Datensammeln fairer und Kunden haben auf diese Weise mehr Vertrauen in Unternehmen. Dementsprechend sind Verbraucher auch eher bereit, personenbezogene Daten mit Unternehmen zu teilen. So können sie selber steuern, welche Daten genau sie teilen möchten. Im Endeffekt erfährt ein Unternehmen so viel mehr über die Interessen und Anforderungen ihrer (potenziellen) Kunden und kann viel besser darauf reagieren. Marketingkonzepte werden dadurch also passgenauer. Und die Wettbewerbsvorteile, die sich daraus ergeben, führen zu mehr Erfolg.

5 interessante Smartphone Trends 2018

Jedes Jahr überraschen uns Smartphone-Hersteller mit neuen technischen Möglichkeiten. Sprachsteuerung, Fingerabdrucksensor, HD-Kamera – diese Spielereien sind längst nicht mehr wegzudenken und gehören in jedes Smartphone, das sich auf dem Markt durchsetzen will. Doch was ist in diesem Jahr angesagt?

Smartphone-Modelle gibt es wie Sand am Meer. Um immer topaktuelle Geräte anzubieten, müssen Hersteller sich ganz schön was einfallen lassen. Ob Design-Neuheiten oder bahnbrechende Technologien – wir haben für euch die 5 interessantesten Smartphone Trends 2018 zusammengetragen.

 

Die Top 5 der Smartphone Trends 2018

 

1. Infinity Displays

Infinity DisplaysAuch weiterhin ein Dauerbrenner: randlose Bildschirme, wie bereits von Samsung vorgelegt. Dabei geht der Bildschirm sogar über den Rahmen des Geräts hinaus, weshalb man auch von „edge displays“ spricht. Zwar sieht das toll aus, vor allem wenn man Videos oder Fotos auf dem Smartphone ansieht, stellt sich in der Praxis jedoch teilweise als umständlich heraus.

Smartphone-Hüllen erweisen sich bei diesen Screens als unpraktisch, da sie die Funktionen des Geräts einschränken. Aber auch bei der alltäglichen Handhabung gibt es Probleme: so berichten Verbraucher immer wieder, dass selbst das Halten des Smartphones unabsichtlich Befehle auslöst, da es sich einfach um „zu viel“ Touchscreen handelt. Infinity Displays sind also eher eine Design-Spielerei, als wirklich alltagstauglich.

 

2. Dual/Triple Kameras

Dual KameraWas wäre ein Smartphone ohne gute Kamera? Doch der Trend geht nicht wie gehabt in Richtung Auflösung, sondern in Anzahl der Kameras. Apple und Huawei haben mit ihren Dual Kameras bereits vorgelegt und ermöglichen so auch den Bokeh-Effekt, also ein scharfes Motiv im Vordergrund und Unschärfe im Hintergrund. Besonders für Verbraucher ohne professionelle DSLR-Kamera ist diese Spielerei sehr interessant, da sich nun auch mit dem Smartphone einzigartige Fotos schießen lassen.

Doch damit nicht genug. Huawei brachte vor kurzem das P20 Pro auf den Markt, inklusive einer Triple-Kamera. Mit 40 Megapixeln und künstlicher Intelligenz bietet die Kamera einen 5-fachen Hybrid-Zoom, mit dem auch entfernte Motive sehr detailliert fotografiert werden können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Hersteller nachziehen.

 

3. Wireless Charging

Wireless ChargingLästiger Kabelsalat beim Aufladen des Smartphones? Bei Bekannten zuhause das Handy aufladen wollen, aber kein passendes Ladekabel ist vorhanden? Diesen Problemen leisten Mobilgeräte-Hersteller Abhilfe: mit induktiven Ladeschalen können Smartphones verschiedener Hersteller aufgeladen werden, ganz ohne Ladekabel. Einfach das Smartphone auf die Ladefläche legen und schon fließt die Energie – nach dem Induktionsprinzip wie bei Induktionsherdplatten oder elektrischen Zahnbürsten. Inzwischen gibt es viele Smartphones auf dem Markt, die über die nötige Technik verfügen.

Auch hier gibt es jedoch Verbesserungsbedarf. Aktuell dauern die Ladeprozesse beim Wireless Charging viel länger, als mit Ladekabel. Außerdem muss das Smartphone während des Aufladens ganz genau auf der Fläche liegen, sonst lädt es nicht. Dass das Handy eventuell nicht richtig aufliegt, fällt manchmal erst nach längerer Zeit auf.

 

4. Verzicht auf Kopfhörerbuchsen

Kabellose KopfhörerApple hat es vorgemacht – und der Aufschrei war groß. Kein Klinkenanschluss mehr im Smartphone, sondern Bluetooth-betriebene, kabellose Kopfhörer. Zwar keine verknoteten Kopfhörerkabel mehr, die man sowieso vor der Nutzung entwirren muss, dafür aber die Gefahr, dass man die kabellosen Ohrhörer unterwegs verliert. Durch die Einsparung des Klinkenanschlusses soll mehr Platz für wichtigere Technologien im Smartphone geschaffen werden. Inzwischen ist dieser Stil auch bei anderen Herstellern angekommen – und ist dort längst nicht mehr so verrufen. Doch es bleibt definitiv ein umstrittener Trend.

 

5. Faltbare Smartphones

Faltbares SmartphoneUm möglichst innovativ zu sein, lassen sich Smartphone-Hersteller auch gerne mal verrücktere Ideen einfallen. Dazu gehören definitiv die Pläne von Samsung und Huawei, faltbare Smartphones auf den Markt zu bringen. Als Inspiration diente wohl das Axon M des Herstellers ZTE: zwei Bildschirme, die über ein (recht unästhetisches) Gelenk miteinander verbunden sind, ähnlich wie altbekannte Gaming Devices aus den 2000ern. Auf dieses Gelenk möchten Samsung und Huawei jedoch verzichten – und so ein flexibles, großes Display ermöglichen, welches gefaltet trotzdem in jede Hosentasche passt.

 

Ob sich diese Trends dauerhaft durchsetzen, wird sich zeigen

Viele Smartphone Trends haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich bringen. Dies ist auch bei Infinity Displays, Wireless Charging und dem Verzicht auf Kopfhöreranschlüsse der Fall. Es handelt sich oftmals eher um Design-Spielereien, die im Alltag nicht so praktisch sind, wie geplant.

Was haltet ihr von diesen Trends? Nutzt ihr sie, oder sind sie in euren Augen eher unnötig? Lasst uns gerne einen Kommentar mit eurer Einschätzung da.

Das Internet der Dinge – Wie die Werbebranche davon profitiert

Ob Smartwatches, Fitnessbänder oder Smart Home Systeme – diese Gadgets sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Inzwischen sind wir fast durchgehend online, ohne es überhaupt noch zu merken. Die Menge an Daten, die das sogenannte Internet der Dinge sammelt, verrät ganz schön viel über den Nutzer. Fürs Marketing bedeutet das vor allem eins: großes Potenzial.

Was ist das Internet der Dinge überhaupt?

Wenn wir an das Internet denken, stellen wir uns vor unserem inneren Auge meist von uns häufig besuchte Websites oder soziale Netzwerke vor. Der Begriff „Internet der Dinge“ (engl. „Internet of Things“) bezieht sich jedoch, wie der Name schon impliziert, auf Gegenstände, die mit dem Internet vernetzt sind.

Kontaktlos zahlenIm industriellen Bereich wird das Internet der Dinge (kurz IoT) eingesetzt, um Prozesse zu automatisieren und ganze Systeme zu vernetzen. Doch auch im Consumer Bereich nimmt die Rolle des IoT immer weiter zu: Nicht nur offensichtliche Gadgets wie Fitnesstracker und Ähnliches gehören inzwischen dazu, sondern auch Dinge, bei denen wir uns über die Vernetzung gar nicht so bewusst sind.

Dazu gehören beispielsweise Kreditkarten, die über RFID-Technologie mit dem Internet verbunden sind und uns so das kontaktlose Bezahlen an der Supermarktkasse ermöglichen. Oder Assistenzsysteme im Auto, die uns beim Einparken in engen Parklücken helfen. Aber auch die Paketverfolgung, dank der wir genau wissen, wann unsere Online-Bestellung zuhause ankommen wird.

Warum die Werbebranche auf das Internet der Dinge setzen muss

Smart HomeDie Vernetzung von Verbrauchern nimmt auf der ganzen Welt zu – und das rasend. Vor allem für den privaten Gebrauch wird das Internet der Dinge immer wichtiger, so steigt zum Beispiel die Zahl der Smart-Home-Lösungen stetig. Es bietet sich also an, Werbekampagnen mit dem Internet der Dinge zu verbinden und auf diese Weise Verbraucher in allen Lebenslagen zu erreichen.

In der Praxis könnte dies zum Beispiel so aussehen, dass Nutzer von Fitnessbändern, die besonders oft Laufrunden tracken, personalisierte Werbung für Laufschuhe auf ihrem Smartphone erhalten. Denn durch die gesammelten Daten lassen sich Personenprofile erstellen, die über die Bedürfnisse und Interessen eines Nutzers informieren.

Und was ist mit den persönlichen Daten?

Wäre da nicht die Sache mit dem Datenschutz. Am 25. Mai 2018 tritt EU-weit die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft, die das wahllose Sammeln von personenbezogenen Daten unterbindet. Zukünftig dürfen Daten nur mit der ausdrücklichen Zustimmung eines Verbrauchers gesammelt und gespeichert werden.

Die Sorge in der Marketingwelt war dementsprechend zunächst groß. Personalisierte Werbung ist zwar weiterhin erlaubt – aber wie soll das ohne Daten funktionieren? Marketer können jedoch durchatmen. Denn eigentlich ist die DSGVO eher als Chance für die Werbebranche zu betrachten, da sich mit fair gesammelten Daten kundenfreundliches Marketing betreiben lässt und so eine Vertrauensbasis zwischen Unternehmen und Verbraucher entsteht. In Zukunft entscheidet der Verbraucher ausdrücklich, ob er personalisierte Werbung erhalten möchte. Und jemand der sich dafür entscheidet, ist grundsätzlich eher bereit, Produkte letztendlich auch zu kaufen.

Das Internet der Dinge wird sich immer weiterentwickeln und unseren Alltag weiterhin prozessorientiert erleichtern. Das Potenzial, welches das IoT für die Werbebranche mit sich bringt, wächst dabei mit – weshalb die Werbebranche in genau die gleiche Richtung denken muss.

Bye-bye „Partner Categories“ – Facebook beendet Zusammenarbeit mit Datenhändlern

Die Frage des Datenschutzes beschäftigt Facebook-User schon lange. In den letzten Wochen gab es dann erneut einen Riesen-Skandal: das britische Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica soll illegal Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern gesammelt haben und durch personalisierte Werbeanzeigen eventuell sogar die US-Präsidentschaftswahl manipuliert haben. Wie sehr soziale Medien unser Leben beeinflussen können, wurde dadurch erneut deutlich.

Personalisiertes Marketing – oder: Was Facebook mit unseren Daten macht

Nun reagiert Facebook mit einer beachtlichen Konsequenz. Im offiziellen Facebook Newsroom verkündete das Unternehmen vor einigen Tagen, dass es die Zusammenarbeit mit sogenannten Partner Categories beende. Dabei handelt es sich um externe Datenanbieter, die ihre Daten Werbetreibenden auf Facebook zur Verfügung stellen. Die Beendigung dieser Zusammenarbeit soll sich über die nächsten sechs Monate ziehen.

Partner Categories – Eine Goldgrube für Marketer

SmartphoneBislang profitierten Werbetreibende von den Partner Categories, wenn es um personalisierte Werbung ging. Nicht nur demografische Daten wie der Wohnort, das Alter und das Geschlecht standen so zur Verfügung, sondern auch Indikatoren für folgende Nutzerdaten:

  • Hobbies
  • Interessen
  • politische Einstellungen
  • Kaufverhalten
  • Kreditinformationen

So konnte man bisher ganz einfach festlegen, dass eine Werbekampagne eine bestimmte Zielgruppe erreichen soll. Doch genau dies soll sich jetzt ändern. Zukünftig können Werbetreibende bei Facebook nur noch auf die von Facebook selbst gesammelten Daten zurückgreifen. Wer also bei Facebook kaum Angaben über sich selbst macht und wenigen Seiten ein „Gefällt mir“ verpasst, kriegt demnach auch weniger personalisierte Werbung.

Was bedeutet das Ende der Partner Categories für Werbetreibende?

Diese Reaktion von Facebook auf den Cambridge Analytica Skandal ist ein geschickter Schritt in Zeiten einer immer wachsenden Unsicherheit und Angst der User um ihre eigenen Daten. Das bedeutet vor allem eines: Profit für das soziale Netzwerk. Damit positioniert sich Facebook als ein Unternehmen, das um die Datensicherheit seiner Kunden besorgt ist – und setzt zugleich andere soziale Netzwerke unter Druck, denselben Schritt zu gehen.

Doch anders als für die Datenhändler ändert sich für Werbetreibende nicht viel. Denn personalisierte Werbung ist weiterhin möglich und bleibt ein großes Thema. Facebook erstellt nach wie vor Nutzerprofile anhand „geliketer“ Seiten und ermöglicht Werbetreibenden so auch in Zukunft, die passende Zielgruppe zu erreichen.

Jedoch regt der erneute Datenskandal zum Nachdenken an. Es bleibt offen, ob Facebooknutzer sich in Zukunft vielleicht zweimal überlegen, welche Daten sie in dem sozialen Netzwerk teilen.

Virtual Reality im Marketing: Die 5 größten Trends 2018

Wie werden VR und AR eingesetzt?

Seit einigen Jahren boomt der Virtual Reality-Markt und die technischen Möglichkeiten entwickeln sich rasant weiter. Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind längst nicht mehr nur Spielzeuge, sondern haben sich als fortwährenden Trend bewiesen. Auch im Marketing ist die virtuelle Wirklichkeit längst angekommen und überzeugt immer wieder durch beeindruckende Möglichkeiten.

Um Virtual Reality zu erleben, benötigt man eine VR-Brille. Bislang ist dafür zusätzlich ein PC oder Smartphone nötig, doch Hersteller wie Oculus beweisen mit ihren neuesten Geräten, dass die notwendige Technologie inzwischen direkt in die Brille verbaut werden kann. Auch hier gilt die Richtung: kleiner, schneller, besser.

Augmented Reality hingegen ist auch heute schon für die breite Masse verfügbar, direkt auf dem Smartphone. Dabei werden digitale Elemente ins Sichtfeld der Smartphone-Kamera eingeblendet und so mit der realen Welt verbunden. Bekanntestes Beispiel ist wohl die AR-App Pokémon Go, die 2016 Menschen auf aller Welt mitgerissen hat.

 

Virtuelle Realität als spannende Marketing-Innovation

Besonders vor dem B2C-Bereich macht der VR-Trend keinen Halt. Hier sind die Möglichkeiten für aufregende Content Marketing-Kampagnen schier unendlich, da der Endverbraucher das beworbene Produkt/Erlebnis schon virtuell erleben kann und so sein „Hunger“ auf mehr geweckt wird. Aber auch im B2B-Bereich gewinnt VR immer mehr an Relevanz.

 

Die wichtigsten VR-Marketing Trends in diesem Jahr

1. Produkte und Erlebnisse vor dem Kauf testen

Die meisten Leute wollen sich wirklich sicher über ein Produkt sein, bevor sie es kaufen. Manche Produkte sind jedoch schwierig zu testen. Sie wollen Ihre Wohnung neu einrichten, und würden gerne sehen in welcher Farbe das ausgesuchte Sofa in Ihr Wohnzimmer passt? Mit AR kein Problem. So hat das Möbelhaus Ikea eine App entwickelt, mit der man virtuell erleben kann, wie die Produkte in der eigenen Wohnung aussehen und wirken würden.

Ein weiteres Beispiel ist der Plan der Ferienwohnungs-Plattform AirBnB: Mithilfe von VR und AR sollen Benutzer des Portals zukünftig im Voraus erleben können, wie einzelne Unterkünfte wirklich aussehen, anstatt sie nur auf Fotos zu sehen.

 

2. Aufregende 360° Inhalte in sozialen Netzwerken

Das Teilen von 360°-Videos in sozialen Netzwerken erlaubt Unternehmen, eine breite Masse mit VR-Inhalten zu erreichen. Auch wenn der Verbraucher keine VR-Brille hat, kann er diese Videos anschauen und den Blickwinkel durch „Klicken und Ziehen“ ändern.

So können beispielsweise Reiseanbieter ihren Kunden einen virtuellen Einblick in den perfekten Urlaub ermöglichen.

 

3. Fesselndes Storytelling mit VR

Einfach nur VR-Inhalte zu teilen und dadurch sofort Erfolg haben – das funktioniert heute nicht mehr. Auch hier spielt der Trend in Richtung Storytelling fürs Marketing eine immer größer werdende Rolle. Dies stellt aber eine Herausforderung dar, da wenig mit Schnitten gearbeitet werden kann. Zudem ist es nicht einfach, die Aufmerksamkeit des VR-Users genau auf die Geschichte zu lenken, die erzählt wird. Denn die Perspektive des Nutzers ist der wichtigste Bestandteil von virtueller Realität. Hier wird dieses Jahr deutlich nachgelegt werden müssen!

 

4. Integrierte Werbung in VR-Erlebnissen

Sehr klassisch, aber vor allem im B2C Bereich äußerst effektiv. Warum nicht VR-Erlebnisse nutzen, um auf subtile Art und Weise Marken zu bewerben? Aus dem Gaming-Bereich oder Kinofilmen kennen wir das Konzept der Produktplatzierung bereits. Trägt ein Charakter Kleidung einer bestimmten Marke oder trinkt einen bestimmten Softdrink, wird der Zuschauer angereizt, Produkte der beworbenen Marke zu kaufen. Dass es im VR-Erlebnis genauso funktioniert, ist daher nicht verwunderlich.

 

5. Virtuelle Realität im B2B-Bereich

Doch nicht nur mit dem Consumer als Werbeziel, sondern auch im B2B-Bereich eröffnet Virtual Reality neue Möglichkeiten, Kunden zu überzeugen. Besonders beim Vertrieb von kostspieligen Produkten kann VR als Mittel dienen, den einzigartigen Wert eines Produkts zu demonstrieren. So können VR-Erlebnisse auf Messen oder virtuelle Rundgänge den Kunden zum Kauf bewegen.

Aber auch in der langfristigen Kundenbindung können VR-Gadgets in Zukunft hilfreich sein. Anstelle von Videotelefonie könnte man mit VR-Brillen das Gefühl bekommen, in einem Meeting körperlich anwesend zu sein. Hier ist allerdings der Fortschritt noch nicht so weit, wie im B2C-Bereich.

 

Virtual Reality als Zukunft des Marketings

Derzeit liegen VR-Brillen preislich noch in einem sehr hohen Bereich, weshalb sich bislang nur wenige Endverbraucher solche Gadgets leisten können. Das Miet-Geschäftsmodell wird jedoch auch im Bereich virtuelle Realität immer beliebter, sodass die Geräte langsam auch für den Massenmarkt erschwinglich sind.

Dass es sich nicht nur um einen weiteren, kurzweiligen Content Marketing Trend handelt, hat sich bereits gezeigt. Mithilfe von virtuellen Erlebnissen lässt sich eine einzigartige User Experience entwickeln, die für beide Seiten extrem spannend ist. Der Vorteil dabei ist, dass VR großes Zukunftspotenzial hat und weiterhin ein gefragtes Thema sein wird. Daher macht der Einsatz von virtuellen Erlebnissen im Marketing nicht nur viel Sinn, sondern auch Spaß.