„Tap to shop!“ – die Instagram Shoppingfunktion

Ansprechende Flaylays, Urlaubsfotografien und aktuelle OOTD’s – Kleidung, Schmuck und Sportaccessoires stechen sofort in unser Auge. „Click it – buy it!“ Wir erklären heute, wie Unternehmen und Privatnutzer die Instagram-Shopping-Funktion nutzen können und ihr Ein- und Verkaufen neu erleben.  

Instagram gilt weltweit mit mehr als einer Milliarde Nutzer als die 
Social Media Plattform schlechthin. Insbesondere junge Internetnutzer verbringen einen Großteil der online genutzten Zeit mit der 2010 ins Leben
gerufenen App.

Mithilfe von Fotos, Videos, Storys und kleineren Filmen werden Reiseerlebnisse, Erinnerungen, Outfits, das Lieblingsfrühstück und vieles mehr gepostet. Um die dazu passenden Produkte nachzushoppen, verfügt Instagram seit Ende 2018 über eine Shoppingfunktion.

Besonders die jetzige Generation betreibt immer weniger Aufwand, um Produkte zu erwerben. Amazon Prime, MorningExpress Versand, gelieferte Lebensmitteleinkäufen und eine breite Auswahl an Online-Shops in der Mode Branche & Co. ersetzten den Einzelhandel.

Um den Nutzern neben der physischen Entlastung nun auch noch das mühelose Suchen nach einem Produkt zu erleichtern, hat Instagram eine Shoppingfunktion programmiert. So kann der Kunde einerseits durch eine Produktverlinkung Name, Artikelnummer und Preis sehen und andererseits auch sofort zum jeweiligen Online-Shop gelangen.

In Beiträgen, Storys und Instagram-TV

Produktverlinkungen können sowohl im Instagram Feed als auch in Instagram-Stories verwendet werden.
Neben diesen zwei Optionen, gibt es außerdem die Möglichkeit, Produkte in Videos, z.B. im Instagram-TV, als Produktplacements zu verlinken.

Produkte können nicht nur effizient und detailliert vorgestellt und verlinkt werden, sondern machen das Shoppingerlebnis auch aktueller.
Besonders in Instagram Stories ist die Aktualität der verlinkten Produkte gesichert, da diese nur für 24 Stunden sichtbar sind.

Mithilfe der Shoppingfunktion lassen sich Produkte nicht nur direkt auf der Website finden und nachshoppen, sondern auch in einen imaginären Warenkorb legen lassen. Die sogenannte Wishlist kann mit gemerkten Beitragen gefüllt werden und wird so zu einem persönlichem Wunschzettel.

Wer kann diese Funktion nutzen und wie genau erstellt man einen solchen Instagram-Shop?

Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr die Insta-Shopping-Funktion als Unternehmen oder Blogger nutzen könnt. 

Zunächst einmal kann diese Funktion jeder nutzen – egal ob Firma, Second-Hand-Laden oder Hobbybastler. Die einzige Voraussetzung ist es, seinen Account in ein Unternehmensprofil umzuwandeln.

  1. Instagram-Unternehmensprofil unter Einstellungen aktivieren
  2. Den erstellten Instagram Business Manager mit Facebook verknüpfen
  3. Auf Facebook einen Produktkatalog einrichten oder einen vorhandenen verwenden (www.facebook.com/products)
  4. Damit die Funktion „Shopping“ für andere Instagram Nutzer aktiviert wird, müssen zu Anfang mindestens 9 Beiträge mit verknüpften Produkten eingepflegt werden.
    Beim Aufrufen der Shoppingfunktion weist Instagram selbst aber auch darauf hin und führt euch durch die einzelnen Schritte
  5. Bereits vorhandene Produkte anderer Firmen oder selbst erstellte Produkte in den Shop hinzufügen

Was es zu beachten gibt:

Es können nur materielle Dinge mit der Shoppingfunktion verkauft werden, keine Dienstleistungen.

Die Kennzeichnungen der Produktpreise, Produktbeschreibungen und Produktlinien sollten immer detailliert gepflegt werden. Dies sorgt für Sauberkeit, Ordnung und einem Wiedererkennungswert im eigenen Shop – schließlich scrollt niemand gerne durch einen unübersichtlichen Produktkatalog.
Tipp: Wenn ihr eigene Produkte verkauft, solltet ihr einen themenspezifischen Namen plus einen jeweiligen Code oder eine Nummer verwenden. So werden verschiedenen Produkte nicht verwechselt und sind gut wiederzuerkennen. (z.B. EXAMPLE PANTS U34589)
Möchtet ihr Produkte von anderen Firmen verlinken, so ist bereits ein Name oder eine Artikelnummer angegeben. 

Beiträge, in denen die Shoppingfunktionen eingebunden ist, haben mehrere Vorteile. Zunächst einmal, werden nicht nur eigene Produkte verlinkt, sondern auch Produkte anderer Marken.

Bei Profilen von Bloggern, Influencern oder auch einfach nur Hobbyfotografen werden nicht nur Unternehmen auf den jeweiligen Beitrag aufmerksam, sondern es erhöht sich auch die Chance, einen Report zu erhalten. Bei erfolgreichem Content kann folglich auch eine Kooperationsanfrage im Postfach landen.

Für Unternehmen bietet die Shoppingfunktion von Instagram die Chance, den Nutzern auf direktem Wege die eigenen Produkte vorzustellen.
Sowohl als Flatlay, Produktvorstellung, Video oder auch inszeniert in Fotografien können sie für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Instagram-Shop vs. Online-Shop

Wieso sollte man nun den Instagram-Shop den normalen Online-Shops vorziehen? Nutzer sehen das begehrte Kleid in Kombination mit mehreren Accessoires, den Trainingsschuh beim Marathon-Lauf und die Küchenmaschine beim Kuchenbacken. Verwendete Produkte werden, anders als in normalen Web-Shops, authentischer und im benutzten Zustand vorgestellt. Man könnte fast sagen: Produkte werden dem Nutzer unterschwellig vorgestellt.

Die spontane, unkompliziert gelieferte Produktinformation verleitet zum Kauf . Nutzer erwerben Produkte und entschließen sich innerhalb von Sekunden dazu, das Produkt haben zu wollen, und das manchmal sogar ohne eine vorherige Kauf-Absicht.

Wie Content Marketing die Werbebranche verändert hat

Mit ansprechenden, hochwertigen Inhalten potenzielle Kunden vom eigenen Unternehmen überzeugen – diese Herangehensweise ist nicht neu. Doch so richtig entfaltete das sogenannte Content Marketing seine Möglichkeiten erst in Zeiten der Digitalisierung. Heute erklären wir, wie sich unser Kaufverhalten verändert hat und die Werbeindustrie nachhaltig beeinflusst.

Der Nutzer bestimmt, welche Informationen er braucht

Wer kennt es nicht – das Smartphone ist immer dabei. Als treuster Begleiter sind die digitalen Alleskönner inzwischen so stark in unseren Alltag integriert, dass es sich negativ auf uns auswirkt, sollten wir sie einmal zuhause vergessen oder gar verloren haben. Wir sind ständig online und dabei einer riesigen Informationsflut ausgesetzt. Die Informationen, die wir wirklich brauchen, picken wir uns dabei jedoch selbst heraus.

Ob Nachrichten, Interessen oder Shopping: wir suchen nach Informationen, die für uns von Relevanz sind. Dies wird besonders deutlich, wenn wir unser Kaufverhalten näher betrachten. Produktinformationen, Erfahrungsberichte und Testvideos – vor der Anschaffung eines kostspieligen Produkts helfen uns solche Inhalte bei der Kaufentscheidung.

Während man vor 20 Jahren noch von TV- und Printwerbung „berieselt“ wurde und auf diese Weise überhaupt erst erfahren hat, welche Produkte und Dienstleistungen es da draußen gibt, hat sich das Consumer-Verhalten durch digitale Prozesse drastisch verändert. Zwar sind klassische Werbeformate weiterhin erfolgversprechend, doch die Wirkung von Fernsehwerbung nimmt besonders in Zeiten von Video-on-Demand-Diensten, die ohne Werbeeinblendungen auskommen, langsam ab.

Content Marketing – was ist das überhaupt?

Infolgedessen führt das veränderte Kaufverhalten dazu, dass immer wieder neue Werbeformate entstehen. Das Stichwort lautet hier Content Marketing. Zwar ist diese Art der Werbung so alt wie die Werbeindustrie selbst, doch erst seit den letzten 20 Jahren hat sie sich zu einer ganzheitlichen Strategie entwickelt. Ziel des Content Marketings ist es, (potenziellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten und ihnen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen.

Dreh- und Angelpunkt einer Content Marketing Strategie ist dabei die eigene Website. Ein Unternehmen ohne professionellen Webauftritt hat heutzutage kaum noch Chancen, von potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden. Denn die Website ist das Aushängeschild des Unternehmens und gleichzeitig der Ort, an dem Kontaktaufnahmen und eventuell Transaktionen stattfinden. Zu einer guten Website gehört außerdem eine wohl überlegte SEO-Strategie, damit die Seite im Suchmaschinenranking weit oben gelistet wird.

Wo werden welche Inhalte veröffentlicht?

Bei der Content Creation sind den Formaten keine Grenzen gesetzt. Inzwischen haben sich Folgende als sehr erfolgversprechend durchgesetzt:

Blogbeiträge:

Informative Textinhalte lassen sich am besten in einem Blogbeitrag verpacken. Dabei sollte man sich nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang halten. Um den Text etwas aufzulockern, eignen sich grafische Elemente.

 

Videos:

Anleitungen, Produktinformationen oder Rezepte – für all dies empfiehlt sich das Videoformat. Videos sollten nicht zu lang sein und wichtige Informationen visuell ansprechend verpacken.

 

Case Studies:

Mit einer Fallstudie zeigt ein Unternehmen, warum das angebotene Produkt oder die Dienstleistung die optimale Lösung zu einem Problem ist. Dies ist also ein gutes Medium, um Kompetenz zu beweisen.

 

E-Books:

Um weitere Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten, beispielsweise ergänzend zu einem Blogbeitrag oder einem Video, bieten sich vertiefende E-Books an.

 

 

Experten-Interviews:

Um eventuelle Fragen zu einem Produkt oder zu einer Dienstleistung im Voraus zu klären, oder um Professionalität auszudrücken, eignen sich Experten-Interviews. Diese können als Text oder Video präsentiert werden.

 

Testimonials:

Positive Kundenmeinungen und Erfahrungsberichte haben einen direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung, da sie wie eine Kaufempfehlung wirken.

 

 

Die generierten Inhalte können dann auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht und geteilt werden. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man Content nicht für bestimmte Kanäle erstellt, sondern in erster Hinsicht für die (potenziellen) Kunden. Deshalb gilt als Regel für die Content Creation: Zuerst werden Themen entwickelt, dann das Format bestimmt und zu guter Letzt der Kanal ausgewählt. Dies sind die wichtigsten Kanäle des Content Marketings:

  • Website
  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Linkedin etc.)
  • Unternehmensblog

Content Marketing funktioniert nur mit einer guten Strategie

Wie jeder anderer Marketingansatz lebt auch Content Marketing von einer ganzheitlichen Strategie. Diese entscheidet über den Erfolg der Methode. Dazu müssen Ziele definiert, ein Zeitplan erstellt, die Zielgruppe bestimmt und Web-Controlling implementiert werden. Das Wichtigste ist, alles auf die Zielgruppe abzustimmen – denn es geht in erster Linie um den Kunden.