Pinterest-Marketing für Unternehmen

Pinterest gilt weltweit, hauptsächlich bei Frauen, als das neue Google.
Die amerikanische Suchmaschine gehört der Social Media Front an und wurde besonders in den letzten Jahren immer beliebter.

Pinterest ist nicht nur für Privatnutzer nützlich , sondern kann auch bei kleineren und mittelständigen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Ein digitales Fotobuch

Mit monatlich 250 Millionen aktiven Nutzern und 175 Milliarden Posts, bietet Pinterest so ziemlich alles was, das Herz begehrt. Von Rezepten bis hin zu selbstgemachten Starbucks-Drinks, dem perfekten Hochzeitsgeschenk, dem DIY-Kräutergarten, Social-Media-Planern und dem 10min-Homeworkout – Pinterest spuckt zu jedem Suchwort ein passendes Ergebnis aus.

Pinterest ist nichts anderes als ein digitales Fotobuch, zu dem jeder Nutzer einen kleinen Teil beiträgt. Die nicht endende Inspirationsquelle wird als Sammlung von sogenannten Boards – also Pinnwänden – verwendet, auf denen dann beliebige Beiträge gemerkt bzw. gepinnt werden können. Diese Pins können sowohl selbst erstellte Beiträge, als auch Posts von anderen Nutzern sein.

Pinterest vs. Instagram

Was unterscheidet Pinterest von dem Konkurrent Instagram?
Der entscheidenen Unterscheid liegt im Verlinken der Website, des Produktes bzw. des Artikels.

Während bei Instagram Links lediglich in die Biografie oder in eine sogenannte Story gesetzt werden können, ist der Link bei Pinterest direkt auf den Bildern verknüpft.

Dies ist nicht nur äußerst praktisch für den User, sondern generiert auch mehr Reichweite für den Besitzer der Seite bzw. des Contents.
Hat man nun ein Bild eines Burgers gefunden, so ist der Link (also die Website) des dazugehörigen Beitrags, direkt auf dem Bild hinterlegt.
Durch einfaches Klicken kommt der User nun durch ein Pop Up Fenster direkt zur hinterlegten Seite.

Exponentielles Wachstum bei richtiger Verwendung

Dank einer künstlichen integrierten Intelligenz spuckt Pinterest nicht nur auf Anfrage bestimmte Suchergebnisse aus, sondern schlägt dem Nutzer auch passende ähnlich genutzt Inhalte vor.

Diese Funktion ist nicht nur gut für den User, sondern auch für das Unternehmen. Je mehr Inhalte eines bestimmten Unternehmens oder einer Kategorie gepinnt werden – desto häufiger werden sie in Zukunft vorgeschlagen. Somit erhöht sich nicht nur die Chance, dass der Beitrag zu einem Top-Trefffer wird, sondern er wird auch anderen Nutzern vorgeschlagen.

Außerdem: Je mehr man pinnt, desto höher die Chance, einen Repin zu erhalten und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Ziel eines jeden Nutzers auf unternehmerischer Ebene, ist es von Monat zu Monat mehr Seitenaufrufe zu generieren.

Wir zeigen euch 4 Tipps, wie das am besten funktioniert:

  1. Ein sauberes Profil: Es ist wichtig, einen gepflegten Account zu haben. Pinnwände sollten sinnvoll erstellt und beschriftet werden. Die Infobox sollte mit einem kurzen, aber informativem Text gefüllt werden und bestenfalls sollte eure Domain auf Pinterest verifiziert werden. Je „sauberer“ der Account ist, desto mehr traut Pinterest auch seiner Qualität.
  2. Die Qualität des Contents: Bilder sollten bestenfalls mit einer guten Auflösung im Hochformat gepostet werden. Eine passende, informative Überschrift und eine kurze Bildbeschreibung dürfen ebenfalls nicht fehlen. Aktualität und Beliebtheit sind hierbei der Key zu gutem Content. Idealerweise sollten Bilder gepostet werden, die auch noch nach Wochen und Monaten ansprechend und interessant sind. Ziel ist es außerdem, einen starken Wiedererkennungswert aufzubauen. Dies ordnet nicht nur euren Account, sondern baut auch eine Verbindung vom potenziellen Nutzer zu dem eigenen Unternehmen auf – zusätzliche, in Bilder integrierte Texte oder ähnliche Bildbearbeitungen steigern angesprochenen Wiedererkennungswert enorm.
  3. Fleißig Pinnen! Um am schnellsten an Aufmerksamkeit zu gewinnen, sollten nicht nur eigene Posts erstellt werden, sondern auch andere Bilder gemerkt und gepinnt werden. Nur so durchbricht man den Pinterest-Algorithmus und gewinnt nach einiger Zeit an Reichweite.
  4. Keywords verwenden: Genau wie bei Google und Co. ist SEO unverzichtbar. Am besten wählt ihr Keywords und Keyword Kombinationen, die eure Produkte und Dienstleistungen beschreiben und umschreiben. Auch Synonyme sollten in euren Pins zu finden sein. Achtet dabei darauf, die Beiträge nicht mit Keywords „vollzustopfen“, sondern sie natürlich und in ganzen Sätzen einfließen zu lassen. Wichtig ist auch, dass sich die gleichen Keywords in eurem Website Content wiederfinden.

Continuity & Content are KEY

Um durch die Suchmaschine seine Interaktionen und die Bekanntheit in die Höhe zu treiben, gilt die Regel: CONTENT IS KING. Je mehr man agiert, desto höher ist die Interaktion der Nutzer.

Pinterest ist der Ort für ständige Interaktion. Bestenfalls könnte man pausenlos Beiträge pinnen und seine Pinnwände mit unendlich viel sinnvollem und relevanten Content füllen.
Alles, was den eigenen Beiträgen oder Interessen nahe kommt, sollte festgehalten werden.
So auch für Unternehmen – es macht Sinn, nicht nur die eigenen Produkte zu posten, sondern auch ähnliche Produkte anderer Firmen zu pinnen.
Unternehmen des selben Genres teilen sich potenzielle Kunden und damit einen einzigen Markt.

Vereinfacht bedeutet das: Wenn eine Firma den Inhalt eines Konkurrenten pinnt, so wird dies bei den Kunden des Konkurrenten sichtbar und die eigene Firma taucht in den vorgschlagenen Pins vor.

Zusammengefasst bietet Pinterest besonders für Unternehmen und Blogger die Chance, in Kontakt mit Zielgruppen und potenziellen Lesern zu kommen.
Allerdings muss das Profil sauber und kontinuierlich gepflegt werden – denn etwas schlimmeres für ein Unternehmen, als einen vernachlässigten Social-Media-Account, gibt es heutzutage nicht mehr.

Wie Content Marketing die Werbebranche verändert hat

Mit ansprechenden, hochwertigen Inhalten potenzielle Kunden vom eigenen Unternehmen überzeugen – diese Herangehensweise ist nicht neu. Doch so richtig entfaltete das sogenannte Content Marketing seine Möglichkeiten erst in Zeiten der Digitalisierung. Heute erklären wir, wie sich unser Kaufverhalten verändert hat und die Werbeindustrie nachhaltig beeinflusst.

Der Nutzer bestimmt, welche Informationen er braucht

Wer kennt es nicht – das Smartphone ist immer dabei. Als treuster Begleiter sind die digitalen Alleskönner inzwischen so stark in unseren Alltag integriert, dass es sich negativ auf uns auswirkt, sollten wir sie einmal zuhause vergessen oder gar verloren haben. Wir sind ständig online und dabei einer riesigen Informationsflut ausgesetzt. Die Informationen, die wir wirklich brauchen, picken wir uns dabei jedoch selbst heraus.

Ob Nachrichten, Interessen oder Shopping: wir suchen nach Informationen, die für uns von Relevanz sind. Dies wird besonders deutlich, wenn wir unser Kaufverhalten näher betrachten. Produktinformationen, Erfahrungsberichte und Testvideos – vor der Anschaffung eines kostspieligen Produkts helfen uns solche Inhalte bei der Kaufentscheidung.

Während man vor 20 Jahren noch von TV- und Printwerbung „berieselt“ wurde und auf diese Weise überhaupt erst erfahren hat, welche Produkte und Dienstleistungen es da draußen gibt, hat sich das Consumer-Verhalten durch digitale Prozesse drastisch verändert. Zwar sind klassische Werbeformate weiterhin erfolgversprechend, doch die Wirkung von Fernsehwerbung nimmt besonders in Zeiten von Video-on-Demand-Diensten, die ohne Werbeeinblendungen auskommen, langsam ab.

Content Marketing – was ist das überhaupt?

Infolgedessen führt das veränderte Kaufverhalten dazu, dass immer wieder neue Werbeformate entstehen. Das Stichwort lautet hier Content Marketing. Zwar ist diese Art der Werbung so alt wie die Werbeindustrie selbst, doch erst seit den letzten 20 Jahren hat sie sich zu einer ganzheitlichen Strategie entwickelt. Ziel des Content Marketings ist es, (potenziellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten und ihnen Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich brauchen.

Dreh- und Angelpunkt einer Content Marketing Strategie ist dabei die eigene Website. Ein Unternehmen ohne professionellen Webauftritt hat heutzutage kaum noch Chancen, von potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden. Denn die Website ist das Aushängeschild des Unternehmens und gleichzeitig der Ort, an dem Kontaktaufnahmen und eventuell Transaktionen stattfinden. Zu einer guten Website gehört außerdem eine wohl überlegte SEO-Strategie, damit die Seite im Suchmaschinenranking weit oben gelistet wird.

Wo werden welche Inhalte veröffentlicht?

Bei der Content Creation sind den Formaten keine Grenzen gesetzt. Inzwischen haben sich Folgende als sehr erfolgversprechend durchgesetzt:

Blogbeiträge:

Informative Textinhalte lassen sich am besten in einem Blogbeitrag verpacken. Dabei sollte man sich nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang halten. Um den Text etwas aufzulockern, eignen sich grafische Elemente.

 

Videos:

Anleitungen, Produktinformationen oder Rezepte – für all dies empfiehlt sich das Videoformat. Videos sollten nicht zu lang sein und wichtige Informationen visuell ansprechend verpacken.

 

Case Studies:

Mit einer Fallstudie zeigt ein Unternehmen, warum das angebotene Produkt oder die Dienstleistung die optimale Lösung zu einem Problem ist. Dies ist also ein gutes Medium, um Kompetenz zu beweisen.

 

E-Books:

Um weitere Informationen zu einem bestimmten Thema zu erhalten, beispielsweise ergänzend zu einem Blogbeitrag oder einem Video, bieten sich vertiefende E-Books an.

 

 

Experten-Interviews:

Um eventuelle Fragen zu einem Produkt oder zu einer Dienstleistung im Voraus zu klären, oder um Professionalität auszudrücken, eignen sich Experten-Interviews. Diese können als Text oder Video präsentiert werden.

 

Testimonials:

Positive Kundenmeinungen und Erfahrungsberichte haben einen direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung, da sie wie eine Kaufempfehlung wirken.

 

 

Die generierten Inhalte können dann auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht und geteilt werden. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man Content nicht für bestimmte Kanäle erstellt, sondern in erster Hinsicht für die (potenziellen) Kunden. Deshalb gilt als Regel für die Content Creation: Zuerst werden Themen entwickelt, dann das Format bestimmt und zu guter Letzt der Kanal ausgewählt. Dies sind die wichtigsten Kanäle des Content Marketings:

  • Website
  • Social Media (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, Linkedin etc.)
  • Unternehmensblog

Content Marketing funktioniert nur mit einer guten Strategie

Wie jeder anderer Marketingansatz lebt auch Content Marketing von einer ganzheitlichen Strategie. Diese entscheidet über den Erfolg der Methode. Dazu müssen Ziele definiert, ein Zeitplan erstellt, die Zielgruppe bestimmt und Web-Controlling implementiert werden. Das Wichtigste ist, alles auf die Zielgruppe abzustimmen – denn es geht in erster Linie um den Kunden.