Pinterest-Marketing für Unternehmen

Pinterest gilt weltweit, hauptsächlich bei Frauen, als das neue Google.
Die amerikanische Suchmaschine gehört der Social Media Front an und wurde besonders in den letzten Jahren immer beliebter.

Pinterest ist nicht nur für Privatnutzer nützlich , sondern kann auch bei kleineren und mittelständigen Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Ein digitales Fotobuch

Mit monatlich 250 Millionen aktiven Nutzern und 175 Milliarden Posts, bietet Pinterest so ziemlich alles was, das Herz begehrt. Von Rezepten bis hin zu selbstgemachten Starbucks-Drinks, dem perfekten Hochzeitsgeschenk, dem DIY-Kräutergarten, Social-Media-Planern und dem 10min-Homeworkout – Pinterest spuckt zu jedem Suchwort ein passendes Ergebnis aus.

Pinterest ist nichts anderes als ein digitales Fotobuch, zu dem jeder Nutzer einen kleinen Teil beiträgt. Die nicht endende Inspirationsquelle wird als Sammlung von sogenannten Boards – also Pinnwänden – verwendet, auf denen dann beliebige Beiträge gemerkt bzw. gepinnt werden können. Diese Pins können sowohl selbst erstellte Beiträge, als auch Posts von anderen Nutzern sein.

Pinterest vs. Instagram

Was unterscheidet Pinterest von dem Konkurrent Instagram?
Der entscheidenen Unterscheid liegt im Verlinken der Website, des Produktes bzw. des Artikels.

Während bei Instagram Links lediglich in die Biografie oder in eine sogenannte Story gesetzt werden können, ist der Link bei Pinterest direkt auf den Bildern verknüpft.

Dies ist nicht nur äußerst praktisch für den User, sondern generiert auch mehr Reichweite für den Besitzer der Seite bzw. des Contents.
Hat man nun ein Bild eines Burgers gefunden, so ist der Link (also die Website) des dazugehörigen Beitrags, direkt auf dem Bild hinterlegt.
Durch einfaches Klicken kommt der User nun durch ein Pop Up Fenster direkt zur hinterlegten Seite.

Exponentielles Wachstum bei richtiger Verwendung

Dank einer künstlichen integrierten Intelligenz spuckt Pinterest nicht nur auf Anfrage bestimmte Suchergebnisse aus, sondern schlägt dem Nutzer auch passende ähnlich genutzt Inhalte vor.

Diese Funktion ist nicht nur gut für den User, sondern auch für das Unternehmen. Je mehr Inhalte eines bestimmten Unternehmens oder einer Kategorie gepinnt werden – desto häufiger werden sie in Zukunft vorgeschlagen. Somit erhöht sich nicht nur die Chance, dass der Beitrag zu einem Top-Trefffer wird, sondern er wird auch anderen Nutzern vorgeschlagen.

Außerdem: Je mehr man pinnt, desto höher die Chance, einen Repin zu erhalten und mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Ziel eines jeden Nutzers auf unternehmerischer Ebene, ist es von Monat zu Monat mehr Seitenaufrufe zu generieren.

Wir zeigen euch 4 Tipps, wie das am besten funktioniert:

  1. Ein sauberes Profil: Es ist wichtig, einen gepflegten Account zu haben. Pinnwände sollten sinnvoll erstellt und beschriftet werden. Die Infobox sollte mit einem kurzen, aber informativem Text gefüllt werden und bestenfalls sollte eure Domain auf Pinterest verifiziert werden. Je „sauberer“ der Account ist, desto mehr traut Pinterest auch seiner Qualität.
  2. Die Qualität des Contents: Bilder sollten bestenfalls mit einer guten Auflösung im Hochformat gepostet werden. Eine passende, informative Überschrift und eine kurze Bildbeschreibung dürfen ebenfalls nicht fehlen. Aktualität und Beliebtheit sind hierbei der Key zu gutem Content. Idealerweise sollten Bilder gepostet werden, die auch noch nach Wochen und Monaten ansprechend und interessant sind. Ziel ist es außerdem, einen starken Wiedererkennungswert aufzubauen. Dies ordnet nicht nur euren Account, sondern baut auch eine Verbindung vom potenziellen Nutzer zu dem eigenen Unternehmen auf – zusätzliche, in Bilder integrierte Texte oder ähnliche Bildbearbeitungen steigern angesprochenen Wiedererkennungswert enorm.
  3. Fleißig Pinnen! Um am schnellsten an Aufmerksamkeit zu gewinnen, sollten nicht nur eigene Posts erstellt werden, sondern auch andere Bilder gemerkt und gepinnt werden. Nur so durchbricht man den Pinterest-Algorithmus und gewinnt nach einiger Zeit an Reichweite.
  4. Keywords verwenden: Genau wie bei Google und Co. ist SEO unverzichtbar. Am besten wählt ihr Keywords und Keyword Kombinationen, die eure Produkte und Dienstleistungen beschreiben und umschreiben. Auch Synonyme sollten in euren Pins zu finden sein. Achtet dabei darauf, die Beiträge nicht mit Keywords „vollzustopfen“, sondern sie natürlich und in ganzen Sätzen einfließen zu lassen. Wichtig ist auch, dass sich die gleichen Keywords in eurem Website Content wiederfinden.

Continuity & Content are KEY

Um durch die Suchmaschine seine Interaktionen und die Bekanntheit in die Höhe zu treiben, gilt die Regel: CONTENT IS KING. Je mehr man agiert, desto höher ist die Interaktion der Nutzer.

Pinterest ist der Ort für ständige Interaktion. Bestenfalls könnte man pausenlos Beiträge pinnen und seine Pinnwände mit unendlich viel sinnvollem und relevanten Content füllen.
Alles, was den eigenen Beiträgen oder Interessen nahe kommt, sollte festgehalten werden.
So auch für Unternehmen – es macht Sinn, nicht nur die eigenen Produkte zu posten, sondern auch ähnliche Produkte anderer Firmen zu pinnen.
Unternehmen des selben Genres teilen sich potenzielle Kunden und damit einen einzigen Markt.

Vereinfacht bedeutet das: Wenn eine Firma den Inhalt eines Konkurrenten pinnt, so wird dies bei den Kunden des Konkurrenten sichtbar und die eigene Firma taucht in den vorgschlagenen Pins vor.

Zusammengefasst bietet Pinterest besonders für Unternehmen und Blogger die Chance, in Kontakt mit Zielgruppen und potenziellen Lesern zu kommen.
Allerdings muss das Profil sauber und kontinuierlich gepflegt werden – denn etwas schlimmeres für ein Unternehmen, als einen vernachlässigten Social-Media-Account, gibt es heutzutage nicht mehr.

„Tap to shop!“ – die Instagram Shoppingfunktion

Ansprechende Flaylays, Urlaubsfotografien und aktuelle OOTD’s – Kleidung, Schmuck und Sportaccessoires stechen sofort in unser Auge. „Click it – buy it!“ Wir erklären heute, wie Unternehmen und Privatnutzer die Instagram-Shopping-Funktion nutzen können und ihr Ein- und Verkaufen neu erleben.  

Instagram gilt weltweit mit mehr als einer Milliarde Nutzer als die 
Social Media Plattform schlechthin. Insbesondere junge Internetnutzer verbringen einen Großteil der online genutzten Zeit mit der 2010 ins Leben
gerufenen App.

Mithilfe von Fotos, Videos, Storys und kleineren Filmen werden Reiseerlebnisse, Erinnerungen, Outfits, das Lieblingsfrühstück und vieles mehr gepostet. Um die dazu passenden Produkte nachzushoppen, verfügt Instagram seit Ende 2018 über eine Shoppingfunktion.

Besonders die jetzige Generation betreibt immer weniger Aufwand, um Produkte zu erwerben. Amazon Prime, MorningExpress Versand, gelieferte Lebensmitteleinkäufen und eine breite Auswahl an Online-Shops in der Mode Branche & Co. ersetzten den Einzelhandel.

Um den Nutzern neben der physischen Entlastung nun auch noch das mühelose Suchen nach einem Produkt zu erleichtern, hat Instagram eine Shoppingfunktion programmiert. So kann der Kunde einerseits durch eine Produktverlinkung Name, Artikelnummer und Preis sehen und andererseits auch sofort zum jeweiligen Online-Shop gelangen.

In Beiträgen, Storys und Instagram-TV

Produktverlinkungen können sowohl im Instagram Feed als auch in Instagram-Stories verwendet werden.
Neben diesen zwei Optionen, gibt es außerdem die Möglichkeit, Produkte in Videos, z.B. im Instagram-TV, als Produktplacements zu verlinken.

Produkte können nicht nur effizient und detailliert vorgestellt und verlinkt werden, sondern machen das Shoppingerlebnis auch aktueller.
Besonders in Instagram Stories ist die Aktualität der verlinkten Produkte gesichert, da diese nur für 24 Stunden sichtbar sind.

Mithilfe der Shoppingfunktion lassen sich Produkte nicht nur direkt auf der Website finden und nachshoppen, sondern auch in einen imaginären Warenkorb legen lassen. Die sogenannte Wishlist kann mit gemerkten Beitragen gefüllt werden und wird so zu einem persönlichem Wunschzettel.

Wer kann diese Funktion nutzen und wie genau erstellt man einen solchen Instagram-Shop?

Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr die Insta-Shopping-Funktion als Unternehmen oder Blogger nutzen könnt. 

Zunächst einmal kann diese Funktion jeder nutzen – egal ob Firma, Second-Hand-Laden oder Hobbybastler. Die einzige Voraussetzung ist es, seinen Account in ein Unternehmensprofil umzuwandeln.

  1. Instagram-Unternehmensprofil unter Einstellungen aktivieren
  2. Den erstellten Instagram Business Manager mit Facebook verknüpfen
  3. Auf Facebook einen Produktkatalog einrichten oder einen vorhandenen verwenden (www.facebook.com/products)
  4. Damit die Funktion „Shopping“ für andere Instagram Nutzer aktiviert wird, müssen zu Anfang mindestens 9 Beiträge mit verknüpften Produkten eingepflegt werden.
    Beim Aufrufen der Shoppingfunktion weist Instagram selbst aber auch darauf hin und führt euch durch die einzelnen Schritte
  5. Bereits vorhandene Produkte anderer Firmen oder selbst erstellte Produkte in den Shop hinzufügen

Was es zu beachten gibt:

Es können nur materielle Dinge mit der Shoppingfunktion verkauft werden, keine Dienstleistungen.

Die Kennzeichnungen der Produktpreise, Produktbeschreibungen und Produktlinien sollten immer detailliert gepflegt werden. Dies sorgt für Sauberkeit, Ordnung und einem Wiedererkennungswert im eigenen Shop – schließlich scrollt niemand gerne durch einen unübersichtlichen Produktkatalog.
Tipp: Wenn ihr eigene Produkte verkauft, solltet ihr einen themenspezifischen Namen plus einen jeweiligen Code oder eine Nummer verwenden. So werden verschiedenen Produkte nicht verwechselt und sind gut wiederzuerkennen. (z.B. EXAMPLE PANTS U34589)
Möchtet ihr Produkte von anderen Firmen verlinken, so ist bereits ein Name oder eine Artikelnummer angegeben. 

Beiträge, in denen die Shoppingfunktionen eingebunden ist, haben mehrere Vorteile. Zunächst einmal, werden nicht nur eigene Produkte verlinkt, sondern auch Produkte anderer Marken.

Bei Profilen von Bloggern, Influencern oder auch einfach nur Hobbyfotografen werden nicht nur Unternehmen auf den jeweiligen Beitrag aufmerksam, sondern es erhöht sich auch die Chance, einen Report zu erhalten. Bei erfolgreichem Content kann folglich auch eine Kooperationsanfrage im Postfach landen.

Für Unternehmen bietet die Shoppingfunktion von Instagram die Chance, den Nutzern auf direktem Wege die eigenen Produkte vorzustellen.
Sowohl als Flatlay, Produktvorstellung, Video oder auch inszeniert in Fotografien können sie für mehr Aufmerksamkeit sorgen.

Instagram-Shop vs. Online-Shop

Wieso sollte man nun den Instagram-Shop den normalen Online-Shops vorziehen? Nutzer sehen das begehrte Kleid in Kombination mit mehreren Accessoires, den Trainingsschuh beim Marathon-Lauf und die Küchenmaschine beim Kuchenbacken. Verwendete Produkte werden, anders als in normalen Web-Shops, authentischer und im benutzten Zustand vorgestellt. Man könnte fast sagen: Produkte werden dem Nutzer unterschwellig vorgestellt.

Die spontane, unkompliziert gelieferte Produktinformation verleitet zum Kauf . Nutzer erwerben Produkte und entschließen sich innerhalb von Sekunden dazu, das Produkt haben zu wollen, und das manchmal sogar ohne eine vorherige Kauf-Absicht.

Facebook Ads: Das können die verschiedenen Formate

Wer Facebook privat nutzt, der kennt sie: die bunte Welt der Facebook Werbung. Werbeanzeigen lassen sich auf dem Smartphone nach links und rechts wischen, verlinken direkt auf die Website des beworbenen Produkts – und passen thematisch wie die Faust aufs Auge zu den eigenen Interessen. Warum Facebook Ads eine wahre Goldgrube sind und welche Formate es gibt, erklären wir heute im SCHWIND’ Blog.

 

Warum sich Facebook Werbung lohnt

Mit durchschnittlich 13 Millionen Nutzern täglich ist Facebook die am meisten besuchte Social Media Plattform in Deutschland. Dadurch entsteht eine enorme Reichweite, wie sie bei einer klassischen Printwerbung nur schwer zu erreichen wäre. Doch das ist nicht der größte Vorteil von Facebook Ads. Das Stichwort lautet: Zielgruppendefinition. Der integrierte Werbeanzeigenmanager von Facebook, über den alle Kampagnen geplant und geschaltet werden, bietet einem viele Möglichkeiten, die Zielgruppe konkret anzusprechen.

Die Zielgruppendefinition basiert auf den „Gefällt mir“-Angaben sowie weiteren angegeben Informationen der Facebook User. Seit dem Cambridge Analytica Skandal verzichtet Facebook auf die Verwendung externer personenbezogener Daten und basiert Facebook Ads nur auf freiwillig gemachten Angaben der Nutzer. Durch diese Angaben berechnet ein Algorithmus dann, welche User die Kriterien der Zielgruppe erfüllen.

Die 7 Facebook Ad Formate und ihre Funktionen

Gab es anfangs nur ein Standardformat für Werbeanzeigen auf Facebook, so gibt es inzwischen eine große Auswahl. Die Möglichkeiten, die Facebook Unternehmen bei der Planung von Werbekampagnen bietet, lassen der Kreativität freien Lauf. Wir haben hier eine Übersicht der verschiedenen Formate zusammengestellt:

Standard Ad1. Standard Ad

Das wohl am meisten verbreitete Werbeformat auf Facebook benötigt „nur“ ein aussagekräftiges Bild sowie eine knackige Botschaft. Durch einen Klick auf das gewählte Foto wird der User dann auf die gewünschte Landing Page geleitet. Dieses Ad-Format eignet sich vor allem, wenn man mit wenig Aufwand Werbung auf Facebook schalten möchte.

 

2. Collection Ad

Vor allem für die Bewerbung von Produkten eignen sich Collection Ads. Unterhalb eines Videos oder Bildes ermöglicht das Collection Format die zusätzliche Verlinkung einzelner Produkte. Besonders für Bekleidungsunternehmen bieten sich Collection Ads an, da man unter einem Outfitvideo oder -bild alle dargestellten Produkte direkt anklicken kann.

 

3. Video Ad

Mit einer Länge von maximal 15 Sekunden sind Video Ads das perfekte Werbeformat, um sich von der Masse an Facebook Posts im Newsfeed abzuheben. Denn vor allem mobil schauen User sich erfahrungsgemäß keine längeren Videos an. Klares und aussagekräftiges Storytelling ist hier gefragt. Dabei sollte Appetit auf „mehr“ gemacht werden. Dieses Format ist besonders geeignet für crossmediale Kampagnen.

 

4. Slideshow Ad

Wenn Video Ads zu aufwendig und kostspielig sind, man aber trotzdem nicht auf den Effekt von Bewegtbildern verzichten möchte, dann sind Slideshow Ads die optimale Lösung. So können mehrere Bilder wie in einer Diashow nacheinander eingeblendet werden und bieten dem Facebook Nutzer trotzdem eine abwechslungsreiche Werbung.

 

Carousel Ad5. Carousel Ad

Seit 2015 gibt es das Karussell-Format, welches die Einbindung von bis zu 10 Fotos oder Videos in einer Werbeanzeige ermöglicht. Sie bieten besonders viel Raum für kreative Darstellungen von Produkten und Dienstleistungen und laden den User durch die interaktive Bedienfläche zu Interaktionen ein. Vor allem für Storytelling eignet sich dieses Format. Jede der 10 Flächen kann mit einem eigenen Link versehen werden.

 

6. Canvas Ad

Speziell für Mobilgeräte entwickelt bieten Canvas Ads dem Nutzer eine einzigartige User Experience über das ganze Display. So kann der Nutzer mit der Werbung interagieren und sie „entdecken“. Dabei setzt sich die Werbeanzeige wahlweise aus Bildern, Videos, oder Karussells zusammen und bietet abwechslungsreiche Inhalte. Auch hier können verschiedene Links gesetzt werden.

 

7. Messenger Ad

Ergänzend zu den gängigen Formaten führte Facebook 2017 Werbeanzeigen auf der Startseite des Messengers ein. So können auch User erreicht werden, die nicht häufig auf der Facebook Website oder in der App unterwegs sind, sondern lediglich den Messaging-Dienst nutzen. Seit kurzem sind im Messenger auch Video Ads verfügbar.

 

 

Ohne Kampagnenplanung geht es nicht

Zusätzlich zu den Werbeformaten bietet Facebook im Werbeanzeigenmanager sämtliche Tools für die Planung von Kampagnen. Dort können neben der Zielgruppendefinition noch folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • Definition von Werbezielen
  • Budget und Abrechnung
  • Laufzeit der Kampagne
  • Erstellung der Anzeige
  • Optimierung der Anzeige

 

Welches Facebook Ad Format ist am besten?

Eine Pauschalantwort auf diese Frage gibt es nicht, da es immer auf die individuelle Werbekampagne und das Unternehmen ankommt. Je nach Ziel der Kampagne eignen sich manche Formate eher mehr als andere. Wichtig ist, dass Inhalt und Format der Kampagne miteinander harmonieren. Eine Video Ad macht nur Sinn, wenn sie interessante Videosequenzen beinhaltet, und eine Collection Ad ohne zu verlinkende Produkte wäre fehl am Platz. All dies sollte bei der Kampagnenplanung berücksichtigt werden.

Bye-bye „Partner Categories“ – Facebook beendet Zusammenarbeit mit Datenhändlern

Die Frage des Datenschutzes beschäftigt Facebook-User schon lange. In den letzten Wochen gab es dann erneut einen Riesen-Skandal: das britische Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica soll illegal Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern gesammelt haben und durch personalisierte Werbeanzeigen eventuell sogar die US-Präsidentschaftswahl manipuliert haben. Wie sehr soziale Medien unser Leben beeinflussen können, wurde dadurch erneut deutlich.

Personalisiertes Marketing – oder: Was Facebook mit unseren Daten macht

Nun reagiert Facebook mit einer beachtlichen Konsequenz. Im offiziellen Facebook Newsroom verkündete das Unternehmen vor einigen Tagen, dass es die Zusammenarbeit mit sogenannten Partner Categories beende. Dabei handelt es sich um externe Datenanbieter, die ihre Daten Werbetreibenden auf Facebook zur Verfügung stellen. Die Beendigung dieser Zusammenarbeit soll sich über die nächsten sechs Monate ziehen.

Partner Categories – Eine Goldgrube für Marketer

SmartphoneBislang profitierten Werbetreibende von den Partner Categories, wenn es um personalisierte Werbung ging. Nicht nur demografische Daten wie der Wohnort, das Alter und das Geschlecht standen so zur Verfügung, sondern auch Indikatoren für folgende Nutzerdaten:

  • Hobbies
  • Interessen
  • politische Einstellungen
  • Kaufverhalten
  • Kreditinformationen

So konnte man bisher ganz einfach festlegen, dass eine Werbekampagne eine bestimmte Zielgruppe erreichen soll. Doch genau dies soll sich jetzt ändern. Zukünftig können Werbetreibende bei Facebook nur noch auf die von Facebook selbst gesammelten Daten zurückgreifen. Wer also bei Facebook kaum Angaben über sich selbst macht und wenigen Seiten ein „Gefällt mir“ verpasst, kriegt demnach auch weniger personalisierte Werbung.

Was bedeutet das Ende der Partner Categories für Werbetreibende?

Diese Reaktion von Facebook auf den Cambridge Analytica Skandal ist ein geschickter Schritt in Zeiten einer immer wachsenden Unsicherheit und Angst der User um ihre eigenen Daten. Das bedeutet vor allem eines: Profit für das soziale Netzwerk. Damit positioniert sich Facebook als ein Unternehmen, das um die Datensicherheit seiner Kunden besorgt ist – und setzt zugleich andere soziale Netzwerke unter Druck, denselben Schritt zu gehen.

Doch anders als für die Datenhändler ändert sich für Werbetreibende nicht viel. Denn personalisierte Werbung ist weiterhin möglich und bleibt ein großes Thema. Facebook erstellt nach wie vor Nutzerprofile anhand „geliketer“ Seiten und ermöglicht Werbetreibenden so auch in Zukunft, die passende Zielgruppe zu erreichen.

Jedoch regt der erneute Datenskandal zum Nachdenken an. Es bleibt offen, ob Facebooknutzer sich in Zukunft vielleicht zweimal überlegen, welche Daten sie in dem sozialen Netzwerk teilen.

Facebook-Newsfeed: Mehr Macht den lokalen Publishern!

Facebook ist heute weitaus mehr als eine Plattform, um soziale Kontakte zu pflegen. Das klar zu den am häufigsten genutzten sozialen Netzwerken zählende Online Portal bietet mittlerweile eine sehr vielfältige Bandbreite an Funktionen, die täglich von Millionen von Usern verwendet werden. Doch nicht nur die Vernetzung mit anderen Personen und die Möglichkeit, auf seinem Profil diverse Inhalte wie Fotos, Videos oder Textbeiträge zu teilen, ist beliebt.

So hat sich Facebook vor allem auch für Unternehmen stark etabliert, um beispielsweise die Bekanntheit einer Marke o.Ä. zu steigern. Neben gezielt geschalteten Werbeanzeigen können Unternehmen eigene Seiten erstellen, welche User schließlich mit einem „Gefällt mir“ markieren können. Als Konsequenz erscheinen dem Nutzer in Zukunft die von der Seite veröffentlichten Beiträge in seinem Facebook-Newsfeed, was einer Marke oder einem Unternehmen folglich mehr Gehör verschafft. Dass Facebook mittlerweile weitaus mehr als die bloße Vernetzung von Kontakten und das Teilen bestimmter Lebensereignisse auf der eigenen Timeline umfasst, steht außer Frage. Doch Facebook-Chef Marc Zuckerberg kündigte für das Jahr 2018 eine interessante Änderung an. Diese könnte sich auf die zukünftig in unserem Newsfeed angezeigten Beiträge entscheidend auswirken.

 

Lokale Posts in den Vordergrund, sensationsheischende Inhalte und Unternehmen in den Hintergrund

Grundsätzlich habe sich Facebook vorgenommen, die Reichweite von Unternehmen stark einzuschränken. So soll die ursprüngliche Idee der Plattform, die Vernetzung sozialer Kontakte, wieder mehr im Fokus stehen. In der Vergangenheit beschäftigte uns auch immer wieder das Thema rund um Fake News. Daher kündigte Zuckerberg ebenfalls in diesem Zusammenhang an, vertrauenswürdige Publisher identifizieren zu wollen, um Falschnachrichten vorzubeugen. Der Facebook-Gründer geht jedoch noch einen Schritt weiter:

 

„Starting today, we’re going to show more stories from news sources in your local town or city. If you follow a local publisher or if someone shares a local story, it may show up higher in News Feed.“

 

Nachrichten im Facebook-Newsfeed

Facebook-Newsfeed orientiert sich zukünftig an der Geolocation

Lokalen Beiträgen soll demnach in Zukunft mehr Gewichtung geschenkt werden. Hinsichtlich der technischen Umsetzung lässt sich die Geolocation eines Beitrags als ausschlaggebender Faktor herausstellen. Wie groß der Nutzer/ die Seite ist, der/ die den Beitrag veröffentlicht, spiele dabei keine Rolle. So erklären wie Alex Hardiman (Head of News Product) und Campbell Brown (Head of News Partnerships) im Facebook Newsroom:

 

„We identify local publishers as those whose links are clicked on by readers in a tight geographic area. If a story is from a publisher in your area, and you either follow the publisher’s Page or your friend shares a story from that outlet, it might show up higher in News Feed.“

 

Die Änderungen werden zunächst in den USA, im Laufe des Jahres jedoch ebenfalls in anderen Ländern realisiert. Es sollte allerdings jedem klar sein, dass Werbung nach wie vor die zentrale Einnahmequelle des Internetriesen bildet. Bleibt also abzuwarten, ob und wie sich die angekündigten Neuerungen im Facebook-Newsfeed in Zukunft tatsächlich bemerkbar machen werden. Wir werden sehen, ob das soziale Netzwerk tatsächlich bald wieder primär als solches fungiert und den Fokus verstärkt auf die Community legt.